Zur Berichterstattung über die Schließung des Kitzinger Stadtmuseums und den Prozess vor dem Arbeitsgericht wegen der Kündigung der ehemaligen Museumsleiterin erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Der Frühling ist im Anmarsch und der strenge Corona-Lockdown soll insofern gelockert werden, als auch Museen wieder zugänglich werden sollen. Nur das Kitzinger Stadtmuseum nicht, denn das ist „dauerhaft“ geschlossen. Im Zuge dessen konnte man sich auch der Museumsleitung entledigen, wie jetzt das Arbeitsgericht Würzburg entschieden hat. Allerdings ist dieses Urteil noch nicht rechtskräftig! Wie gut!

Ansonsten wäre dieser elende „Phyrrussieg“ noch viel schlimmer; bedeutete er doch, dass das kollektive Gedächtnis der Stadt verschwunden oder zumindest nicht mehr zugänglich wäre! Das wiederum kann und darf nicht sein! Selbst wenn man der Meinung ist, dass die Aufrechterhaltung eines Stadtmuseums in Zeiten von Corona relativ unwichtig ist!

Sicher wird das Hauptaugenmerk im Moment auf anderen Themen liegen, doch auch diese Krise wird vorübergehen. Dann wird man froh sein, wenn Kunst, Kultur und eben auch die Geschichte einer Stadt noch „leben“! Daher ist es wichtig, die vorhandenen Exponate nach den entsprechenden Vorschriften zu bewahren, denn die Ausstellung bestand ja keineswegs nur aus Leihgaben, die inzwischen zurück-gegeben worden sind und ansonsten aus wertlosem Krempel!

Im Übrigen sollte man sich bei einer eventuellen Auslagerung in andere Museen überlegen, ob man die ureigensten Dinge wirklich einfach weggeben will und ob das auch im Sinne der nachfolgenden Generationen sein kann! Ich bin überzeugt, dass dem nicht so ist!

Elvira Kahnt
97318 Kitzingen