Klimafester Mischwald angestrebt

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Petra Hartmann überreichte am Ende der Stadtratssitzung im Marktsteft eine Unterschriftenliste für den Bau eines Kreisverkehrs an der Staatsstraße im Bereich Tankstelle an Bürgermeisterin Manuela ...
Robert Haass

Premiere für Marktstefts Zweite Bürgermeisterin Manuela Wagner: Erstmals leitete sie eine öffentliche Stadtratssitzung und das durchaus souverän. Am Ende der Sitzung nahm sie eine Liste aus den Händen von Petra Hartmann entgegen, die mit rund 1100 Unterschriften einen Kreisverkehr an der Staatsstraße im Bereich der Tankstelle fordert. Die Unterlagen werden auch an das staatliche Bauamt und das Landratsamt weitergeleitet.

Premiere für Marktstefts Zweite Bürgermeisterin Manuela Wagner: Erstmals leitete sie eine öffentliche Stadtratssitzung und das durchaus souverän. Am Ende der Sitzung nahm sie eine Liste aus den Händen von Petra Hartmann entgegen, die mit rund 1100 Unterschriften einen Kreisverkehr an der Staatsstraße im Bereich der Tankstelle fordert. Die Unterlagen werden auch an das staatliche Bauamt und das Landratsamt weitergeleitet.

Ein Bauvorhaben in der Marktbreiter Straße erregt die Gemüter der Anlieger: Dort soll ein Anwesen abgerissen und durch den Neubau eines Hauses mit sechs Wohneinheiten ersetzt werden. Dafür sind fünf Befreiungen vom Bebauungsplan nötig, die sich mit der Höheneinstellung, der Traufhöhe, dem Kniestock, der Dachgauben und vor allem der Überschreitung der Baugrenze um drei Meter auseinandersetzen. Wohl alles Ausnahmen, die im Gebiet bereits gewährt wurden. Das Problem für die Anlieger ist nicht nur die Größe des Objekts, sondern auch das Verkehrsaufkommen und die Parksituation in der Gartenstraße, auch wenn der Bauwerber deutlich mehr als vorgeschrieben Parkplätze auf dem Gelände errichten will.

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Grundsätzliche Genehmigung

Nach einer längeren Diskussion im Rat war es dann vor allem die Überschreitung der Baugrenze, die dazu führte, dass dem Bauvorhaben zwar grundsätzlich das Einvernehmen erteilt wurde, die Antragsunterlagen aber mit der Bitte zurück gegeben wurden, das Vorhaben so umzuplanen, dass es dem Bebauungsplan in diesem Punkt entspricht.

"Bis auf Relikte wird die Kiefer verloren gehen." Kein schönes Bild, das Förster Achim Vokamer bei der Vorstellung des Jahresbetriebsplans für den Stadtwald malte. Der Regen im Sommer diesen Jahres tat dem Wald zwar gut, die Nadelbäume sterben aber trotzdem weiter als Folge der Hitze und Trockenheit der vorangegangenen Jahre. In der Folge konnten aus den Kieferbeständen nur Brenn- und Palettenholz geschlagen und verkauft werden. "Die Preise waren unterirdisch", so der Förster. Die Folge des Regens: Die neu angelegten Kulturen mussten aufwändig ausgegrast werden.

"An Brennholz wird es nicht mangeln", so Volkamers Prognose für 2022. Das ist auch der "Verjüngungsnutzung" geschuldet, nach der alte Bäume geschlagen werden um Licht für neue zu schaffen. "Das wird nicht weh tun, da die Kiefern eh gehen", so Volkamer. Rund zwei von gut 50 Hektar Stadtwald sind für Neuanpflanzungen vorgesehen und das mit möglichst vielen Baumarten, um einen gut gemischten, klimafesten Wald zu erreichen. Denn. so Volkamer: "Es geht mittlerweile um den Walderhalt."

Leichtes Plus

Insgesamt erwirtschaftet der Wald im kommenden Jahr ein leichtes Plus: 43 000 Euro an Einnahmen stehen 40 600 Euro an Ausgaben gegenüber. Für Ratsmitglied Dieter Lang ein durchaus positives Ergebnis, denn die Mittelwaldbewirtschaftung sei etwas ganz Besonderes und nicht immer so profitabel. "Eine schwarze Null ist immer gut", so Lang.

Wie Bürgermeisterin Manuela Wagner am Ende der Sitzung bekannt gab, wurde für das VGV-Verfahren zum Kindergarten der Auftrag an ein Kitzinger Büro vergeben. Damit soll bis zum Frühjahr 2022 ein Architekt für die Sanierungsarbeiten gefunden werden.