Keine guten Bedingungen für den Unterricht in Marktsteft

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Auch weiter wird es in der Grundschule Marktsteft keine mobilen Luftreiniger geben.
Robert Haass

Die Sitzungen der drei Schulverbände der Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit am Donnerstagnachmittag sind fast ein Spiegel der Sitzungen Ende August diesen Jahres: Wieder sind Luftreingungsfilter in der Grundschule Martinsheim, der Grundschule Marktsteft und der Mittelschule Marktbreit das Hauptthema – und wieder ist das Ergebnis eindeutig: Es wird keine mobilen Luftfilter für die Klassenzimmer geben.

Die Sitzungen der drei Schulverbände der Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit am Donnerstagnachmittag sind fast ein Spiegel der Sitzungen Ende August diesen Jahres: Wieder sind Luftreingungsfilter in der Grundschule Martinsheim, der Grundschule Marktsteft und der Mittelschule Marktbreit das Hauptthema – und wieder ist das Ergebnis eindeutig: Es wird keine mobilen Luftfilter für die Klassenzimmer geben.

Brigitte Ertl, Rektorin der Grundschule Marktbreit, ist in einer echten Zwickmühle: Entweder sie hält im Schulstandort Marktsteft die Vorgaben der CO2-Regel ein, oder die Regel der Mindesttemperatur von 20 Grad. Beides geht nicht. Derzeit überwiegt noch das Lüften, bei den derzeitigen Außentemperaturen wohl aber nicht mehr lange, denn die Temperatur in den Klassenzimmern erreicht kaum noch die 20 Grad, sinkt vielmehr auf 13 bis 15 Grad. Die Folge: Die Erstklässler sitzen seit zehn Wochen mit Winterjacke und Mütze in der Schule, dazu kommt noch die Maske: "Die Bedingungen für Unterricht sind bei den Temperaturen in Marktsteft nicht gut."

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Künftig wird weniger gelüftet

Auch der "Königsweg" ist der Rektorin klar: Eine Lüftungsanlage, wie sie im Schulhaus Marktbreit seit der Sanierung fest eingebaut ist. Bis dahin könnten mobile Luftfilter helfen. Ertl macht auch klar: Sie wird künftig der Temperatur den Vorrang geben, also weniger lüften. Unterstützung erhält sie von den Elternbeiräten Klaus Siebert und Manuel Müller, die schon vor einigen Wochen mit ihren Argumenten pro Luftfilter in die Öffentlichkeit gingen (wir berichteten). Das Ergebnis am Ende eindeutig: Christiane Berneth (Marktbreit) und Sebastian Schneider (Marktsteft) stimmten für die Filter, die Bürgermeister von Marktbreit, Obernbreit Marktsteft und Segnitz dagegen.

Das Ergebnis für Martinsheim: Verbandsvorsitzender Rainer Ott stimmte wieder für, die beiden anderen Verbandsräte gegen die Anschaffung. Neue Argumente gab es keine, so dass der Tagesordnungspunkt auch schnell abgehandelt war. Neu allerdings ein Besucher der Sitzung, Harry Schneider, Gemeinderat in Martinsheim, der es "schade" fand, "dass die Schwächsten in der Gesellschaft keine Lobby in der Kommunalpolitik haben". Ein Satz, der Seinheims Bürgermeisterin Ruth Albrecht gar nicht gefiel. Ihre Antwort: "Wir haben uns extremst mit dem Thema auseinander gesetzt."

Ablehnung auch der Elternschaft?

Auch wenn Schulleiter Benedict Vogl von 46 Quarantäneschülern und vier positiv auf Corona getesteten Schülern berichtete – auch der Mittelschulverband stimmte einstimmig gegen die Filter. Auffallend: Auch Elternbeiratsmitglied Beate Pasch hob die Hand bei den Gegenstimmen – was von den Verbandsräten als Zustimmung ihrer Ablehnung auch durch die Elternschaft gewertet wurde.

Was sonst noch war: Der Haushalt des Grundschulverbands Martinsheim für das Jahr 2022 wurde einstimmig verabschiedet. Der Etat hat ein Gesamtvolumen von gut 180 000 Euro, wovon die Gemeinden gut 140 000 Euro an Umlage übernehmen.

94 000 Euro wurden in den Digitalpakt der Mittelschule für Breitbandanschluss und diverse Geräte investiert, Zuschüsse werden in Höhe von rund 31 000 Euro erwartet. Schulleiter Benedict Vogl dazu: "Das Gute ist, es wird auch intensiv genutzt." Auch für den Grundschulverband Marktbreit stellte Vorsitzender Harald Kopp die Zahlen vor: 155 000 Euro an Ausgaben für den Digitalpakt sollen, wenn es klappt, zu 90 Prozent bezuschusst werden.