Graumann ergänzt: „In Kitzingen stimmen die Rahmenbedingungen.“ Die hier ansässigen Betriebe stünden gut da. Die Arbeitsplatzsituation sei hervorragend, die Arbeitslosigkeit auf einem niedrigen Stand.
Daneben kann die Stadt mit ihrer Infrastruktur punkten: Top-Verkehrsanschluss, eine funktionierende Klinik, gute ärztliche Versorgung, eine komplette Schullandschaft, Krippen, Kindergärten, Horte – alles ist da. Dazu ein attraktives Umfeld mit Sport- und Freizeitanlagen und kurzen Wege zur Naherholung an den Main und in den Steigerwald. Und nach Würzburg ist es nur ein Katzensprung.
Alles Dinge, die inzwischen bei Investoren angekommen sind, glaubt Graumann. Über Nachfragen jedenfalls kann er sich nicht beklagen: „Wir freuen uns über jeden Interessenten.“
Apropos Freude: Ein Uraltproblem hat sich inzwischen auch erledigt. An der Ecke Schrannenstraße/Ritterstraße wächst ein Rohbau der Fertigstellung entgegen, der viele Jahre für Diskussionen gesorgt hatte. Eigentlich wollte der Eigentümer den „Schandfleck auf dem Weg in die Innenstadt“ bis zur Kleinen Gartenschau ersetzt haben.
Das war im Mai 2011. Fünf Jahre später schließt sich die Baulücke, Stein um Stein. Übrigens, die erwähnte Liste der Projekte ist nicht vollständig: Das Marktcafé oder die Ecke Schmiedelstraße/Wörthstraße mit dem ehemaligen Gasthaus Schubkarrn stehen in den Startlöchern. Der Eindruck täuscht nicht: Es tut sich was in Kitzingen.
Vier große Bauprojekte
Bürgerbräu: Im Herbst stellten die Familie Fiebig als Eigentümer und Erik Koller als Mitinhaber und Geschäftsführer der Kitzinger Brauhöfe GmbH & CoKG die Pläne für das Bürgerbräu-Gelände vor. 38 Wohnungen sollen in der alten Brauerei auf rund 4000 Quadratmetern entstehen. Dem Bebauungsplan hat der Stadtrat zugestimmt. Läuft alles nach Plan, könnte noch im Frühjahr 2016 mit dem Abriss verschiedener Gebäude begonnen werden. Damit wäre der Weg frei für die barrierefreien Wohnungen mit Balkon oder Terrasse sowie Aufzug und einer Tiefgarage im Herzen der Altstadt.
Fetzer-Grundstück: Im Januar kamen die Pläne für die Bebauung des Fetzer-Grundstückes in der Glauberstraße auf den Tisch. Das Gelände ist nach dem Brand des ehemaligen Lagerhauses seit Jahren ein Ruinengrundstück. In einem Gebäude, das sich an den Maßen des Lagerhauses orientiert, sollen direkt an der Glauberstraße Wohnnungen gebaut werden. In einem zweiten Abschnitt sollen auch die Verwaltungsgebäude an der Adalbert-Stifter-Straße Wohngebäude werden. Genaue Zahlen gibt es nicht. Kenner gehen von rund 30 Wohnungen auf dem Grundstück aus.
Am Rosengarten: In der selben Bauausschusssitzung präsentierte Architekt Reinhard Kriesinger (Würzburg) erste Pläne für ein modernes Wohnhaus am Rosengarten. Das Mehrfamilienhaus soll auf dem Grundstück gebaut werden, wo bis vor kurzem Reifen verkauft wurden und sich eine Tankstelle befindet. Kriesinger rechnete in der Sitzung damit, dass bis zur Jahresmitte der Bauantrag für das dreigeschossige Haus mit acht hochwertigen Wohnungen mit drei oder vier Zimmern eingereicht werden kann.
Baywa-Getreide-Silo: Ein „besonderes Projekt“ hat Wolfgang Rosentritt in der jüngsten Stadtratssitzung vorgestellt. Bis zu 23 Wohnungen mit einer Größe zwischen 60 und 160 Quadratmetern sollen in den ehemaligen Baywa-Getreidesilos an der Glauberstraße am Main entstehen. Bei der ersten Vorstellung hat der Bauingenieur viel Beifall und damit Rückenwind vom Stadtrat bekommen. Auch er kann „eines seiner bisher schönsten Projekte“ weiterentwickeln. Text: Sebelka
Und was ist mit dem Projekt auf das die Leute wirklich warten... Die Marshall Heights??