Die Gemeinde Rödelsee hat das Hochwasseraudit erfolgreich bestanden. Das Audit bezieht sich auf alle Handlungsfelder der Hochwasservorsorge, sowohl für Bachhochwasser als auch für urbane Sturzfluten infolge von Starkregen, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. Der technische Hochwasserschutz wird dabei nicht behandelt.

Da Rödelsee nur wenige kleine Fließgewässer besitzt und direkt unterhalb des Schwanbergs mit einem Höhenunterschied von etwa 270 Metern im Gemeindegebiet liegt, wurden schwerpunktmäßig die Risiken infolge Sturzfluten bei Starkregenereignissen diskutiert und bewertet.

An den zwei intensiven Arbeitstagen sind mit den Verantwortlichen der Gemeinde, insbesondere mit den Bürgermeistern Burkhard Klein und Bernd Lussert, alle Bereiche der Hochwasservorsorge abgearbeitet worden. Wichtig ist ebenso die Bewältigung von Hochwässern. Hier sind vor allem die örtlichen Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren gefragt.

Weitere Teilnehmer an der Diskussion waren Vertreter des Weinbauvereins Rödelsee, des Wasserwirtschaftsamtes Aschaffenburg, der LKW Kitzingen GmbH, der Freiwilligen Feuerwehren, der Communität Casteller Ring, des Bauhofes, des Büro Röschert und die Managerin der Kommunalen Allianz Südost 7/22.

Zum Umgang mit Hochwässern wurden an alle Beteiligten wertvolle Tipps, Infomaterial und Links weitergeben. Angeregt wurde auch die gemeinsame Durchführung einer Ausstellung „Wie schütze ich mich gegen Überschwemmungen“ und eines Info-Tages „Hochwasserschutz zum Anfassen“ für alle Bürger mehrerer Gemeinden.

Nach Auswertung der Erhebungen durch die DWA-Auditoren Reinhard Vogt und Norbert Schneider (DWA = Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall) erhält die Gemeinde eine ausführliche Dokumentation, einen Maßnahmenkatalog als Vorschlag und ein Bewertungsschema mit Urkunde. Hierzu werden die Auditoren die wichtigsten Ergebnisse des Hochwasseraudits im Gemeinderat vorstellen.

Einen Vortrag der Kommunalen Allianz mit dem  Hochwasserpapst Reinhard Vogt mit Information über einfachen, sinnvollen und wirksamen Starkregen- und Überschwemmungsschutz sehen die Teilnehmer als sinnvoll an. Eine Fortschreibung des Audits, das vom Freistaat Bayern mit 75 Prozent gefördert wird, ist in sechs Jahren möglich.