Große Zufriedenheit im Genussort Abtswind

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Auf großes Interesse stießen die ausliegenden Pläne für den Kindergartenneubau und zu den geplanten Anlagen für die Wasserversorgung.
Foto: Gerhard Krämer

Viele Arbeitsplätze und Bauplätze haben nach Ansicht von Bürgermeister Jürgen Schulz dazu geführt, dass Abtswind wächst - und nicht nur das.

Viele Arbeitsplätze und Bauplätze haben nach Ansicht von Bürgermeister Jürgen Schulz dazu geführt, dass Abtswind wächst. 867 Einwohner zählte der Weinort Ende vergangenen Jahres. 2007 waren es 825 Einwohner gewesen. Und die Einwohner leben nun in einem der 100 Genussorte in Bayern. Die offizielle Urkunde dafür gibt es am 11. Mai in Würzburg.

1,2 Millionen Euro – verteilt auf die Haushaltsjahre 2018 und 2019 – nimmt die Gemeinde für einen Kindergartenneubau auf der Fläche neben dem Kriegerdenkmal in die Hand. Rund 700 000 Euro gibt es als Förderung. Das Gebäude wird laut Bürgermeister Jürgen Schulz in Holzständerbauweise mit Blechdach errichtet. Zwölf Plätze stehen für die Kinderkrippe und 25 für die Gruppe zur Verfügung. Für beide Gruppen biete der Standort Erweiterungsmöglichkeiten. Für die Krippe werde es einen eigenen Spielplatz geben, die Kindergartenkinder könnten den Spielplatz nebenan nutzen. Wegen dieser Punkte sei der Standort ideal, beantwortete Schulz auch die Frage von Holger Lenz zur Standortwahl.

Kindergartenleiterin Gertraud Krauß dankte der Gemeinde, sich für einen Neubau entschieden zu haben. Von Anfang an sei auch das Kindergartenteam mit einbezogen gewesen, lobte Bianca Albert.

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Der Kindergartenneubau hat auch Auswirkungen auf den Neubau des Bauhofs, in dem ursprünglich auch das Archiv untergebracht werden sollte. Da der Kindergarten nun neue Räume bekommt, kann das Archiv dann in den ehemaligen Kindergartenräumen im Alten Schulhaus untergebracht werden.

Gut angenommen werde das neue Baugebiet Röthlein II mit 25 Bauplätzen. Ein Haus sei bereits errichtet, zwei Bauplätze verkauft und für zwölf gebe es eine Reservierung. Auf Nachfrage betonte der Bürgermeister, dass die Reservierungsfrist ein Jahr betrage. Es gebe auch einen Bauzwang. Dieser sei auf fünf Jahre festgelegt. Die so genannte Spange zwischen Abtswind und Wiesentheid ist nun für den Verkehr offen. Auf dem Wegweiser nach Prichsenstadt wird laut Schulz auch noch der Hinweis auf Abtswind kommen. Das habe das Staatliche Bauamt zugesagt.

Da das Abtswinder Wasser sehr eisenhaltig sei, werde eine Vorrichtung installiert, die das Eisen ausfällt. Hier müsse nochmals ausgeschrieben werden, erläuterte der Bürgermeister. Die Anlage soll 2020 in Betrieb gehen. Zur Wasserversorgung informierte Schulz, dass es in jüngster Zeit in der Hauptstraße mehrere Rohrbrüche in einem begrenztem Bereich gegeben habe. Deswegen werde in den Sommerferien hier ein Teilstück komplett erneuert.

Da die Klärschlammbecken komplett entleert worden seien, sei die Gemeinde eine Zeit lang auf der sicheren Seite. Wie der Klärschlamm dann später wegen neuer Verordnungen entsorgt werden solle, werde man sehen. Voraussichtlich müsse er getrocknet und dann verbrannt werden.

Ein richtiges Toilettenprogramm hat die Gemeinde auf der Agenda: Die Damentoiletten im Schwimmbad werden saniert, ebenso die im Haus des Gastes. Zudem werden sieben Hundetoiletten aufgestellt. Letzteres nahm ein Zuhörer zum Anlass, einen Vergleich zwischen einer öffentlichen Toilette für rund 860 Einwohner und sieben Hundetoiletten für deutlich weniger Hunde als Einwohner zu ziehen.

Weitere Themen waren die Tempo 30-Zone im Siedlungsgebiet, die Sanierung des Durchschreitebeckens im Schwimmbad und erweiterte Öffnungszeiten bei schlechtem Wetter, die Sanierung des Kriegerdenkmals, ein künftiges Gewerbegebiet, ein Fahrradständer an der oberen Bushaltestelle und der Gemeindeweinberg am Hasenberg. Bürgermeister Schulz hofft, dass sich am Freitag, 4. Mai, ab 13 Uhr dort auch viele Bürger einfinden, die mithelfen, 1000 Stöcke Grauburgunder zu pflanzen.