Das Thema Hochwasser, das den Wiesentheider Ortsteil Geesdorf zuletzt mit großer Wucht traf, sowie die Umgestaltung des Waldfriedhofs, bildeten die Schwerpunkte bei der Bürgerversammlung. Aus dem 400-Einwohner-Dorf waren über 30 Bürgerinnen und Bürger in die Steigerwaldhalle gekommen, um die Ausführungen von Bürgermeister Klaus Köhler zu hören und manche Nachfrage zu stellen.

Zunächst trug der Bürgermeister vor, was im Gemeindeteil zum Thema Hochwasserschutz angedacht ist. Im früheren Konzept hatte das Planungsbüro zwei Stellen ausgemacht, an denen Dämme entstehen könnten. Diese befinden sich östlich von Geesdorf im Flurstück Dalbesen, etwa zwischen dem Waldfriedhof und Rüdern.

Das Gelände dort habe Bodenwellen, zwei etwa drei Meter hohe und rund 20 Meter breite Dämme könnten dort als Rückhalt eine Verbesserung darstellen für die Bäche. Auch hier, so Köhler, müsse das Ganze überplant und mit den zuständigen Stellen angesprochen werden.

Auf die später gestellte Frage von Birgit Lordo, wie lange es dauern könne, bis dort Dämme errichtet werden, antwortete Bürgermeister Köhler offen: Da brauche man sich nichts vorzumachen, das könne vier bis fünf Jahre dauern.

Urnengräber für den Waldfriedhof

Mehrfach wurde in der Versammlung moniert, die Gemeinde solle die Drainage-Gräben in der gesamten Flur ausschachten, wo es nötig ist, und reinigen. Das habe man im Plan, so Köhler, erst dieser Tage seien am Leinwasen rund 200 Meter Graben gespüJt worden.

Zum Waldfriedhof stellte der Gesdorfer Gemeinderat Thorsten Ott in der Versammlung verschiedene Dinge vor, wie die Fläche aufzuwerten wäre. Vor Ort habe er dazu mit der Kirchenverwaltung bereits einiges besprochen. So sollen Urnengräber entstehen, einmal als Urnenwiese am östlichen Ende. zum anderen in Nähe des Eingangs.

Angedacht ist außerdem, das Leichenhaus zu reinigen, den Zaun an manchen Stellen zu erneuern und den Efeu im Friedhof an einigen Stellen zu entfernen. Zudem, so Ott, seien einige der dortigen Kiefern in schlechtem Zustand und müssten entfernt werden. Im Herbst wolle man das Projekt angehen, hieß es.

Neubau des Feuerwehrhauses zunächst ausgesetzt

Bürgermeister Köhler informierte weiter, dass der Gemeinderat den Beschluss zum Neubau des Feuerwehrhauses in Nähe des neuen Sportplatzes erst einmal ausgesetzt habe. Man warte zunächst die damit zusammen hängenden Berechnungen zur Wasserversorgung ab, nannte er als Grund.

In der Versammlung sprach Leo Weiglein das Thema Bauplätze an. Das neue Baugebiet sei bereits voll, es gebe noch Bauwerber. Bürgermeister Köhler antwortete, dass man sich bereits nach neuen Flächen erkundige. Zudem monierte Weiglein den schlechten Zustand des Verbindungswegs vom alten zum neuen Sportgelände. Rita Herold fragte, warum eine Brücke am Fasanenbach im Süden der Gemeinde gesperrt sei. Sie wünschte zumindest für Radfahrer einen Durchgang. Dazu will Bürgermeister Köhler klären, ob die Brücke auf Privatgrund liegt. Er werde mit den Anliegern sprechen.