Helfen mit Geld auf den Philippinen, aber auch zum Umdenken bewegen und das hier vor Ort. Das sind die nicht gerade kleinen Aufgaben, die sich der Marktbreiter Verein "We for Future" gestellt hat. Die Menschen hier zum Umdenken bringen, dazu will unter anderem das "We for Future-Festival" am Samstag in Marktbreit beitragen. Das Vereinsmotto "Gemeinsam Zukunft gestalten" steht dabei wieder im Mittelpunkt.

Es ist das dritte Mal, dass der Zukunftsverein dieses Festival auf dem Gelände rund um den Alten Kranen und im Lagerhaus veranstaltet. Nach einem etwas mäßigem Auftakt 2017 waren es viele Hundert Interessierte, die 2019 den Weg nach Marktbreit fanden. Was dann eigentlich im Zweijahres-Rhythmus fortgesetzt werden sollte, machte, wie so vieles andere, coronabedingt Pause.

Alles begann 2013 auf den Philippinen

Es war im Jahr 2013, als einige spätere Gründungsmitglieder des Vereins auf einer Reise auf die Philippinen tief beeindruckt wurden: Die Zerstörungen durch einen Supertaifun brachte sie zum Handeln. Erste eigene Hilfsprojekte und Kooperationen mit einem Kindergarten und zwei Schulen wurden gestartet, die auch heute noch bestehen. Der eigentliche Verein wurde dann 2018 gegründet, er finanziert sich vor allem aus Firmenparterschaften und Spenden von Sponsoren und Privatpersonen.

Doch schnell war klar: Spenden und die Arbeit vor Ort helfen zwar viel, lösen aber das Problem bei weitem nicht. "Der Ukraine-Krieg, der Klimawandel und der Verlust an Artenvielfalt sind Herausforderungen, die wir nur gemeinsam meistern können. Wir müssen unser Handeln ganz neu denken und wir alle können dabei mit anpacken", sagt der Vorsitzende des Marktbreiter Nachhaltigkeitsvereins, Achim Knöchel.

Vor allem die Kinder mit einbeziehen

Vor allem die Kinder sind es, die der Verein in seine Arbeit einbeziehen möchte. Etwa mit gemeinsamen Baumpflanzaktionen zwischen einer Baumschule und der Forscherklasse des Marktbreiter Gymnasiums, oder einem Ausbildungsseminar, das nachhaltige Themen für Kinder begreifbar machen soll. Und natürlich auch weiter die Hilfe auf den Philippinen, für die seit 2013 zwischenzeitlich über 40.000 Euro in die Unterstützung der Projekte geflossen sind. Im März dieses Jahres wurde der Verein von Landrätin Tamara Bischof zudem mit dem Umweltpreis des Landkreises ausgezeichnet.

Am Samstag, 30. Juli, wird es ab 12 Uhr dann vor allem um die Frage gehen, was jeder selbst hier tun kann, um diesem Planeten und seinen Kindern eine Zukunft zu geben. Dazu stellen sich ganz unterschiedliche Gruppen vor, die versuchen, neue Wege aufzuzeigen. Da wird die "SoLaWi", die solidarische Landwirtschaft Kitzingen, sich genauso präsentieren, wie "Kleidung, die Verantwortung trägt", der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club, die Energieagentur Unterfranken, das Zukunftshaus Würzburg oder politische, kirchliche und soziale Vereinigungen.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Vorträge und Workshops über verschiedene regionale Projekte, bei denen auch Grundwissen zu Photovoltaikanlagen für privat oder Heizsysteme mit Zukunft vorgestellt werden. Und ganz nach dem Motto des Vereins werden auch die Kinder nicht zu kurz kommen, mit einem eigenen Programm von 13 bis 18 Uhr und um 15 Uhr mit "Zauberer Zappalott und der Außerirdische". Regionale Köstlichkeiten versprechen die Veranstalter ebenso wie Livemusik mit "Donny Vox & the Spacebrothers" ab 19 Uhr bis in den späten Abend.

Das Programm für das Festival ist unter https://www.we-for-future.org/ zu sehen.