Landrätin Tamara Bischof lobte den Teamgeist der Freien Wähler. Kreisversammlung mit Neuwahlen und Rückblick in der Karl-Knauf-Halle.
Wunschlos glücklich waren die Mitglieder des Kreisverbands und der Kreisvereinigung der Freien Wähler am Ende ihrer Jahresversammlung. Gewürdigt wurde dabei das Ergebnis der Kommunalwahlen, das die Freien Wähler zusammen mit der FW-FBW zur stärksten Fraktion im Kreistag machte. Dazu kommt noch die klare Widerwahl von Landrätin Tamara Bischof – Grund genug also, dass auch jetzt noch die Gesichter glücklich strahlten.
Coronabedingt hatten der Kreisverband und die Kreisvereinigung der Freien Wähler erst jetzt ihre Kreisversammlung mit Neuwahlen und Rückblick nachholen können. Der sonst übliche familiäre Rahmen trat dieses Mal in den Hintergrund, da die Mitglieder in der Karl-Knauf-Halle mit Abstand voneinander saßen. Viele liebgewonnene Ereignisse und Veranstaltungen hätten bislang nicht stattfinden können, sagte der alte und neue Vorsitzende des Kreisverbands, Stefan Wolbert.
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Fraktion mit den meisten Bürgermeistern
Wolbert erinnerte in seinem Rückblick an die Modernisierung der Homepage während der Corona-Zeit, die Online-Werkstatt, um die Basis mehr zu integrieren und natürlich an die Wahlen. Die Hälfte der Kandidaten sei neu gewesen, die Liste eine junge. Mit der Fränkischen Weinkönigin Carolin Meyer hätten die Freien Wähler auch die jüngste Kreisrätin. Die Fraktion sei die mit den meisten Bürgermeistern. Sabrina Bischof-Rehberger präsentierte danach einen Bilderrückblick.
Landrätin Tamara Bischof lobte den Teamgeist der Freien Wähler und besonders die Erfolge in Dettelbach und Wiesentheid, bevor sie zu einem Streifzug durch die Kreispolitik startete. Wegen Corona hätte noch keine Sitzung des Kreistags im Sitzungssaal stattgefunden, die "Neuen" wüssten also noch gar nicht, wo sei eigentlich sitzen. Auch er sei noch nicht auf seinem neuen Stuhl im Sitzungssaal des Rathauses gesessen, sagte Iphofens Bürgermeister Dieter Lenzer in seinem Grußwort.
Banger Blick auf die Gastronomie
Sorge bereiten Tamara Bischof die steigenden Corona-Zahlen. Allerdings zeigten die Impfungen Wirkung. Mittlerweile gebe es auch Corona-Fälle bei Dreifachgeimpften, jedoch bislang ohne schweren Verlauf. Beim Kreiskrankenhaus liefen die Bauarbeiten. Es gebe nur eine geringe zeitliche Verzögerung. Dort stehe auch ein Chefarztwechsel an.
Im Landkreis sieht sie eine wirtschaftliche Stabilität. Den Mangel an Fachkräften in der Gastronomie beobachte sie mit Sorge. Manche Betriebe hätten die Öffnungszeiten schon verringert oder gäben auf. Für einen touristisch geprägten Landkreis sei das schwer.
Großes vor habe man im Bereich der Schulen. Die Berufsschule Kitzingen werde generalsaniert, was 27 Millionen Euro plus x kosten werde. Weitere Themen waren der Klimaschutz, der ÖPNV und das Bemühen um ein Technologietransferzentrum.