Wenn ein ehrenamtlich, engagierter Verein einen neuen Vorstand sucht und diesen im Rekordtempo findet, ist das schön. Wenn dann noch dazu die neue Führungsmannschaft ein Durchschnittsalter von weit unter dreißig Jahren hat, ist das wohl einmalig in der Region. In Reupelsdorf ist die Welt, die Feuerwehr-Welt, noch in Ordnung.

Die Feuerwehr hat in Reupelsdorf einen hohen Stellenwert, ist attraktiv und die Truppe ein gutes Team. Das merkte man erneut bei der Jahresversammlung, zu der weit über vierzig Interessierte, vor allem junge Menschen, gekommen waren.

Vereinsgründung war notwendig

Bisher, und das für viele Jahrzehnte, kam die Reupelsdorfer Feuerwehr eigentlich gut zurecht ohne offizielle Vereinsstrukturen. Es gab die beiden Kommandanten, die neben der Sorge und Ausbildung der aktiven Wehr auch die restlichen Belange einer Feuerwehr gut organisierten. Doch all die Vorschriften, Statuten und vor allem die finanzielle Rechtslage der heutigen Zeit machten die Vereinsgründung unausweichlich. So hat man sich in den zurückliegenden Monaten in der Reupelsdorfer Wehr dazu entschlossen, offiziell einen Feuerwehrverein zu gründen.

Ein Verein braucht natürlich einen Vorstand und dieser wurde problemlos gefunden. Mit dem 32-jährigen Martin Bader im Amt des Vorsitzenden und seinem 25-jährigen Stellvertreter Daniel Czeschka gibt es, komplettiert mit der 29-jährigen Hanna Brendler (Kasse und Schriftführerin), nun eine ganz junge Führungsmannschaft, die bereit ist, Verantwortung von der ersten Stunde des neuen Vereins an zu übernehmen. Erfahrung haben alle drei, sind sie doch seit der Jugendfeuerwehr dabei. "Wir sind einfach im Moment ein sehr guter Haufen, die Stimmung und das Engagement passt", fasste der Premieren-Vorsitzende Martin Bader freudestrahlend zusammen.

Auszeichnung und stehende Ovationen für Erich Brendler

Die gute Situation kommt aber nicht von ungefähr. Sie ist das Ergebnis der jahrzehntelangen, guten Arbeit des ersten Kommandanten Erich Brendler, der zusammen mit seinen Stellvertretern die Wehr gut ausgebildet, geführt und vor allem den Nachwuchs angesprochen hat. Der 60-jährige Brendler ist seit 1975 bei der aktiven Wehr und war in den vergangenen drei Jahrzehnten ganz vorne dran in der Führung und Ausbildung.

Nach 22 Jahren als stellvertretender Kommandant war er nun die letzten zwölf Jahre erster Kommandant der Feuerwehr Reupelsdorf. Für seinen besonderen, jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz wurde er vom ersten Bürgermeister der Gemeinde Wiesentheid, Klaus Köhler, mit einer Urkunde ausgezeichnet. Bei Annette Weiss bedankte sich Köhler ebenfalls herzlich für zwölf Jahre als stellvertretende Kommandantin. Die Versammlung bedankte bei den scheidenden Verantwortlichen Brendler und Weiss mit einem langen, kräftigem Applaus.

Auch die Nachfolge für das Amt der Kommandanten stellte für Reupelsdorf kein Problem dar und erfreute so den Wahlleiter und Bürgermeister Klaus Köhler. Mit Daniel Czeschka als ersten Kommandant und dem 25-jährigen Florian Kreis als stellvertretendem Kommandanten stehen für die Zukunft auch hier zwei junge, engagierte Feuerwehrmänner vorne an für die Führung der aktiven Wehr. Komplettiert wird das Team für die 46 aktiven Reupelsorfer Feuerwehrleute, darunter zwölf Damen und sechs Jugendliche, von Hermann Kreis als Jugendwart und Christian Poslawski als Gerätewart.