Punkt für Punkt aus dem Kitzinger Kreistag
Bei der jüngstens Sitzung des Kreistages im Kitzinger Landratsamt ging es neben einem Blick auf den Arbeitsmarkt und auf die Vermarktung der Region Mainfranken auch um die Frage, wie der Landkreis bei seinen Gebäuden mehr Energie einsparen kann. • Der neue Würzburger Arbeitsamtschef Stefan Beil informierte die Kreisräte über die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt. So lag die Arbeitslosenquote im Landkreis Kitzingen im Oktober bei 1,9 Prozent, was 1005 Arbeitslosen entspricht. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Rückgang von über zehn Prozent. Auch die Hartz-IV-Zahlen befinden sich weiter im Sinkflug: Im Juli gab es im Landkreis 1046 Bedarfsgemeinschaften mit zusammen 2021 Leistungsbeziehern. Auch das bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von rund zwölf Prozent.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten lag Ende März im Landkreis bei 32.416 Menschen. Davon waren beispielsweise 6087 in der Metall- und Elektro- sowie Stahlindustrie angestellt. Wie Stefan Beil betonte, bleiben immer mehr Ausbildungsplätze unbesetzt und es werde sich immer stärker ein Fachkräftemangel bemerkbar machen. Die Jugendarbeitslosigkeit spiele im Landkreis mit 1,9 Prozent kaum eine Rolle.
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• Aktuelle Infos über die „Region Mainfranken GmbH“ hatte Geschäftsführerin Asa Petersson für die Kreisräte im Gepäck. Das Projekt, das von vier Mitarbeitern betreut wird, versucht über ein gemeinsames Marketing eine stärkere Wahrnehmung der Region zu erreichen. Darüber hinaus geht es um die Stärkung des ländlichen Raums sowie um die Fachkräftesicherung. Wie Asa Petersson betonte, gebe es Prognosen, wonach in fünf Jahren bis zu 50.000 Fachkräfte in Mainfranken fehlen. Dem will man beispielsweise mit der Aktion „Lust auf Mainfranken“ begegnen, die potenzielle Kandidaten zu einem Umzug motivieren soll. • Energiesparen: Wie steht's um den Energieverbrauch der Immobilien des Landkreises Kitzingen? Darüber informiert die Verwaltung jährlich die Kreisräte. Es geht dabei in erster Linie um den Wärmeverbrauch mit Blick auf Schulneubauten und Schulsanierungen. Durch verschiedene Maßnahmen wurden hier seit 2010 insgesamt 7689 Tonnen CO² eingespart. Beim Stromverbrauch konnte der Verbrauch geringfügig gesenkt werden, obwohl immer mehr Nutzung erfolgt. Ziel ist es, die fossilen Brennstoffe zu reduzieren.
Grünen-Kreisrätin Christa Büttner reicht das nicht: Die will erreichen, dass Schulmitarbeiter geschult und Energiescouts bei der künftigen Umweltstation ausgebildet werden. Ihr Argument: Der Gesamtwärmeverbrauch würde seit 2011 nicht mehr sinken. Sie schlägt deshalb eine externe Beurteilung durch Energiefachleute vor. Die SPD signalisierte, diesen Vorschlag zu unterstützen. Eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen.
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