Bis zum 30. Geburtstag ist das Leben eines Mannes ein Gedicht. Ein immerwährender Traum: Alles geht, nichts muss. Holladiho! Leider ändern sich danach die Dinge schlagartig.
Bis zum 30. Geburtstag ist das Leben eines Mannes ein Gedicht. Ein immerwährender Traum: Alles geht, nichts muss. Holladiho! Leider ändern sich danach die Dinge schlagartig.
Die Zeit der dauerhaften Beziehung beginnt. Zumindest raten Mediziner dringend dazu. Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts zeigen: Männer in festen Händen sind gesünder als Singles und haben inzwischen die Aussicht, mindestens 77 Jahre alt zu werden.
Was für eine Alternative: Freiheit bedeutet den schnelleren Tod, Gefangenschaft ein langes Leben.
Aber das ist nicht der einzige Preis, den ein Mann für ein paar Jahre mehr zahlen muss. Das mit dem ungehemmten Fleischkonsum hat sich auch bald erledigt, weil ab einem gewissen Alter mehr Steaks auch mehr Herzprobleme bedeuten.
Dazu kommen Arztbesuche samt Untersuchungsmethoden, die mit den Jahren immer befremdlicher werden. Zumal erwiesen ist, dass deutlich mehr Männer als Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Wobei noch schlimmer als die Krankheit der Umstand ist, die Zipperlein zugeben zu müssen. Weil Männer von Natur aus darauf geeicht sind, über körperliche Symptome hinwegzusehen. Ausgenommen, der Mann hat einen Todesschnupfen und muss dringend und rund um die Uhr gepflegt werden.
Wir fassen also zusammen: 30 Jahre macht das Leben Spaß, dann passiert 47 Jahre das Gegenteil. Ein gewisses Ungleichgewicht, für das es nur einen Trost gibt: ein saftiges Steak.
Mein Leben als Mann erscheint immer donnerstags – als ausgleichende Gerechtigkeit abwechselnd mit dem „Frauenversteher“.