Nix gegen sommerliche Wärme, aber was zuviel ist, ist zuviel. So wie die 33 Grad beim Kitzinger Stadtfest. Da hast du Durst für zwei Maß Bier, bist aber schon nach einer Halben reif für drei Stunden Liegestuhl. Der aber nur dann das Überleben sichert, wenn er im Schatten liegt. Immerhin: Das Absacken der Plusgrade am Abend hat die Feierlaune an den zwei Festtagen gerettet und selbst Hitze-Halbtote wieder in Schwung gebracht.

Leider im täglichen Schwung – und das seit vielen Tagen – sind meine Gießkannen. Ohne deren abendliche Wasserinfusion wäre das Grün im Garten längst welke Vergangenheit.

Wobei sich die Frage stellt. Wo sind die Regenschauer, die die Meteorolügen uns zuletzt mehrfach versprochen haben? Regnet's nur woanders, im Taka-Tuka-Land oder im Regenwald? Hierzulande täuschen die Regenwolken bloß an. Die paar Tropfen, die zuletzt in homöopathischer Dosis rieselten, konnten allenfalls ein paar Ameisen duschen. Fürs Grün war nix dabei.

Damit heißt's jeden Abend, Wasser marsch, damit Gemüse und Blumen nicht die Grätsche machen. Ganz hart wird's für meine Lieblingsfeinde, die Nacktschnecken. Die schielen auf mein – dank Kannenschleppen – sattes Grün, würden sich gerne ihr Lätzchen zum Festmahl umbinden, kommen aber nicht mal auf die Kriechspur. Ohne Wasser fürs Schleimen bleibt den Fressschnecken ausnahmsweise mal das Maul sauber. Eine Tragödie. Oder auch nicht.