Auch wenn es aus heutiger Sicher mit drei Feiertagen vor der Brust eher unwahrscheinlich ist: Es spricht einiges dafür, dass das Leben selbst nach dieser Heraufforderung noch weitergehen könnte.

Natürlich wird es nicht einfach, den Heiligen Abend ohne größere Schäden zu überleben und dann drei Tage durchzuhalten ohne jeden Zugang zu Nachschubmöglichkeiten. Man weiß also noch nicht, wie es ausgeht, aber die Hinweise verdichten sich, dass manche Menschen von einem Leben danach ausgehen. Indizien sind Hinweistafeln und Einladungen. Zu Neujahrsempfängen zum Beispiel, alle im Jahr 2016. Daneben haben es die Narren eilig. Kein Wunder, schon am 10. Februar ist Aschermittwoch. In Wiesentheid wird am Ortseingang seit Wochen auf die große Frauen-Fasching-Sitzung der KoKaGe am 16. Januar hingewiesen und auf die noch größere Sitzung des Elferrats eine Woche später sowieso.

Die Kitzinger Narren lassen sich ein wenig länger Zeit. Dafür springt völlig überraschend die Landrätin ein. Die hat vor zwei Tagen zu einem Faschings-Empfang geladen und zwar sehr bald. Wenn die Einladung ernst gemeint ist, dann sind am 7. Januar im Gewölbekeller des Amts die Narren los. Faschingskostüme sind Pflicht, heißt es in der Einladung. Mitzubringen ist zudem gute Laune und die muss exakt von 17.59 bis 21.03 Uhr anhalten. Die kreative Zeitangabe übertrifft das Gedicht, das in Rot die Einladung prägt:

Helau, Alaaf und Hallili,

gemeinsam feiern wir sonst nie, doch diesmal muss es endlich sein, die Landrätin lädt zu Fasching ein.

Soweit zum Leben danach. Wenn jetzt der eine oder andere zu dem Schluss kommt, dann doch lieber drei Feiertage hintereinander – ich wäre dabei.