Bei fünf Hundevermittlungen haben die Neuberts schon mitgeholfen. In Passau erfolgt die Übergabe durch Sandra Stibi. Und dann geht es weiter. „Einmal sind wir sogar bis hinter Hamburg gefahren“, erzählt Sabrina Müller.
Um sicher zu gehen, dass es den Tieren auch wirklich gut geht, erfolgt sechs bis acht Wochen später noch eine Endkontrolle. „Wir sind mit einigen neuen Hundebesitzern immer noch in Kontakt“, freut sich Marina Neubert. Hundeliebe verbindet.
Zweimal waren die Kleinlangheimer bereits mit Trockenfutter, Verbänden, Decken und vielem mehr nach Österreich unterwegs gewesen. Der dritte Transport läuft in diesen Tagen. Eineinhalb Tonnen Trockenfutter haben sie gesammelt und auf einen Hänger geladen, dazu Desinfektionsmittel und andere Dinge, die für die Behandlung der Hunde in Bulgarien benötigt werden.
Sogar ein mobiles Röntgengerät haben sie schon erhalten. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen hier ist groß“, freut sich Marina Neubert, die als Altenpflegerin arbeitet. Ihr Arbeitgeber unterstützt sie genauso wie Apotheken oder andere Geschäfte von Wiesentheid bis Kitzingen.
Rund fünfeinhalb Stunden Fahrt sind es bis ins Mürztal in der Steiermark. Zunächst einmal muss ein geeigneter Transporter gefunden werden. Tino Neubert ruft Bekannte und Verwandte und zuletzt auch die Autovermietung an. Kurzfristig findet er Ersatz für den zugesagten Transporter.
„Oft bleiben nur ein paar Wochen, um die Tiere zu retten.“
Marina Neubert
Die Fahrt in die Steiermark kann starten. Von dort gehen die Hilfsmittel weiter nach Bulgarien. Dort werden die Tiere auch gesundheitlich betreut. Drei Ärzte stehen zur Verfügung. „Zwei von ihnen fliegen immer wieder mal ehrenamtlich aus Hamburg ein“, erzählt Marina Neubert.
Der Tierschutzverein von Sandra Stibi setzt sich für Kastrationsprojekte ein, damit ein langfristiges Umdenken erfolgt. Und seine Mitglieder holen Hunde aus den so genannten Tötungsstationen, in denen Straßenhunde landen.
„Oft bleiben nur ein paar Wochen, um die Tiere zu retten“, erzählt Neubert. Zeit, die genutzt sein will. Von ehrenamtlichen Helfern aus ganz Europa. Unter anderem aus Kleinlangheim im Landkreis Kitzingen.
Kontakt: Wer helfen will, kann sich an Marina und Tino Neubert, Tel. (0 93 25) 9 79 40 10 oder Sabrina Müller, Tel. (0 93 25) 97 95 95 wenden. Sachspenden sind immer willkommen. Eine Spendenquittung ist möglich.