Obwohl zwei Händler Gebote vorgelegt hatten, können sie das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF 8 der Freiwilligen Feuerwehr Großlangheim nicht erwerben. Denn der Gemeinderat beschloss in der Ratssitzung, der Stadt Prichsenstadt beim Fahrzeug der Marke Mercedes den Vorzug zu geben, was aus zweierlei Gründen die beste Entscheidung war.

Nachdem die Gemeinde ein neues Fahrzeug angeschafft hatte und das alte Fahrzeug mit Baujahr 1993 ausgemustert war, war es zum Verkauf ausgeschrieben worden. Daraufhin gingen bei der Gemeinde zwei Angebote, eines für 6000 Euro und eines für 6500 Euro ein. Aber auch die Stadt Prichsenstadt hatte Interesse bekundet und war bereit, für das Fahrzeug mit Beladung 7500 Euro zu zahlen. Die Beladung umfasst neben der Tragkraftspitze TS 8 acht B-Schläuche und zwölf C-Schläuche. Das bessere Angebot und vor allem die Tatsache, einer anderen Wehr im Landkreis die Chance für ein günstiges Einsatzfahrzeug zu geben, ließ die Ratsrunde nicht lange überlegen und Prichsenstadt kann das Fahrzeug erwerben.

Neues Fahrzeug für Feuerwehr in Neuses am Sand

Die Verantwortlichen aus Prichsenstadt hatten dem TSF 8 bei einer Besichtigung einen "tadellosen Zustand" bescheinigt. Dadurch bekommen die Floriansjünger im Prichsenstädter Stadtteil Neuses am Sand endlich ein Einsatzfahrzeug, bislang hatten sie nur über einer Tragkraftspritze auf einem Anhänger verfügt.  

Weitere Themen im Rat waren:

Wegen den Folgen der Corona-Pandemie hat der Freistaat Bayern seine Fördergelder für die Jugendarbeit heuer über die pauschale Sportbetriebsförderung verdoppelt. Auch die Gemeinde Großlangheim folgt dieser Vorgehensweise und verdoppelt seinen Zuschuss in diesem Jahr. Laut Beschluss des Marktgemeinderats erhalten: Turnverein 8811 Euro, FC Eintracht 1613, Reitclub am Schwanberg 668 Euro und Schützenverein 519 Euro.

Pachtvertrag kann nicht vorzeitig verlängert werden

Die Ratsrunde entsprach nicht dem Antrag von Dietmar Sterk auf die vorzeitige Verlängerung seines Pachtvertrags für zwei Pächteranteile. Die Gemeinde hat im Bereich Stängleinswasen in der Nähe der alten Rollbahn des Kitzinger Flugplatzes eine Fläche von elf Hektar, aufgeteilt in elf Pächteranteile, an fünf Pächter bis zum Jahr 2025 verpachtet. Dietmar Sterk wollte seine beiden Pächteranteile vorzeitig verlängern, was der Gemeinderat aber aus Gleichberechtigungsgründen ablehnte. Stattdessen hat Bürgermeister Peter Sterk für den 25. Oktober um 11 Uhr im Kulturhaus einen Verpachtungstermin anberaumt, bei dem jeder Landwirt mit bieten kann. Der neue Pachtzeitraum erstreckt sich von den Jahren 2025 bis 2034.

Der Marktgemeinderat beschloss die Beteiligung an der Gigabyte-Richtlinie des Bundes. Dafür wird das beauftragte Büro Först Consult aus Würzburg jetzt eine Markterkundung vornehmen.