„Es ist mir eine Ehre, in einer Männer-Domäne die erste Geige spielen zu dürfen.“ Das sagte Karin Brandenstein, nachdem sie in der Jahreshauptversammlung des Sportclubs Marktbreit (SCM) zur Vorsitzenden gewählt worden war.

Der bisherige Vorsitzende Karl-Heinz Kikiernicki hatte nach zwölf Jahren nicht mehr kandidiert und sprach von „schönen und lehrreichen zwölf Jahren“. Er trete aus beruflichen Gründen kürzer und rücke als Beisitzer ins zweite Glied.

„Er hat dafür gesorgt, dass unser SCM nach außen ein gutes Bild abgegeben hat“, sagte Karin Bradenstein zum Wirken ihres Vorgängers. Sie versprach, den Verein genau so weiterführen zu wollen. Während Heinz Hauff weitermachte, kam mit Sebastian Wirsching ein neuer stellvertretender Vorsitzender dazu. Die Kasse blieb in den Händen von Andreas Krutina und seinem Stellvertreter Uwe Hirsch. Neu hingegen im Vorstand ist Schriftführer Ilhan Diler. Weiter in ihren Ämtern fungieren Sportleiter Joachim Hupp, Juniorenleiter Hilmar Quentzler sowie die Revisoren Gerhard Wich und Otto Neumeier. Die Beisitzer sind Werner Stör, Paul Köhler, Fabian Stör, Benjamin Stör, Maximilian Zink und Karl-Heinz Kikiernicki.

Wie der scheidende Vorsitzende sagte, hielt der Mitgliederschwund weiter an. Zum Jahresbeginn hatte der SCM noch 402 Mitglieder. Kikiernicki sagte weiter, der Verein brauche neue Platzwarte. Er will eine Tribüne bauen und sich um die Sicherung der finanziellen Basis der Fußballgemeinschaft mit dem TSV Martinsheim bemühen. Kassier Andreas Krutina wies trotz einiger Investitionen einen dreistelligen Jahresüberschuss aus.

Sportleiter Joachim Hupp fand es positiv, dass die beiden Trainer Tobias Jäger und Toni Spörer schon in ihr fünftes Jahr gehen. Hupp sprach von einer „Riesenserie in der Vorrunde“ und großer Euphorie für die erste Mannschaft.

Junioren-Leiter Hilmar Quentzler informierte, dass in der FG Marktbreit-Martinsheim 154 Jugendliche Spieler in zehn Mannschaften trainieren. Für sechs junge Flüchtlinge seien Pässe beantragt worden. Quentzler dankte allen Mitstreitern, die mithelfen, die bis zu 100 Kilometer weiten Auswärtsfahrten zu bewältigen. Durch die Hilfe von Unterstützern wird es möglich, dass für die Jugend heuer fast 100 Trainingsanzüge angeschafft werden. Für die Alten Herren berichtete Hans Kobold, dass die Riege über 100 Mitglieder habe und heuer ihr 50-jähriges Jubiläum feiern könne. Insgesamt kamen 28 Kicker bei den AH zum Einsatz.

Die Alten Herren waren einst die Gründer des Faschingsumzugs und sind immer noch maßgeblich in der Organisation dabei. Ehrenvorsitzender Gerhard Weigand verlas dazu ein Dankschreiben aus dem Rathaus, in dem Bürgermeister Erich Hegwein die Organisatoren würdigte.