Ausgezeichnet für ihr Engagement als Bürgermeisterin bzw. Bürgermeister wurden vom CSU-Ortsverband Marktbreit-Segnitz Marlene Bauer, Heinz Dorsch und Erich Hegwein. Corona-bedingt konnte der Festakt zur offiziellen Verabschiedung erst Anfang Juni 2022 stattfinden. Folgende Informationen sind einer Pressemitteilung des CSU-Ortsverbands Marktbreit-Segnitz entnommen.

Ortsverbandsvorsitzende Beate Pasch dankte in ihrer Rede der ehemaligen Bürgermeisterin und den zwei ehemaligen Bürgermeistern für ihr Engagement, für ihr kommunalpolitisches Geschick und teils jahrzehntelangen Einsatz. "Ein Bürgermeister ist Verwaltungschef und Ortsmanager, ist Kümmerer und Streitschlichter, Innen- und Außenminister in einer Person, Bauherr, Vordenker, Impulsgeber und Anführer. Es ist eine Aufgabe mit echtem Gestaltungsspielraum, sinnstiftend, weil auf kommunaler Ebene viel Gutes für die Lebenswirklichkeit der Menschen erreicht werden kann.

Vom 1. Oktober 2016 bis 30. April 2020 war Marlene Bauer Bürgermeisterin in Segnitz und damit auch die erste Frau als Bürgermeister in der Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit. Marlene Bauer hatte eine kurze, aber eine sehr intensive Amtszeit, in der sie viel geleistet hat. Viele Baumaßnahmen fielen in ihre Amtszeit. Die großen Aktivitäten waren der Bau des Dorfgemeinschaftshaus, die Neugestaltungen der Ortsdurchfahrt und der Mainlände mit Erneuerung des Spielplatzes, die Gestaltung der beiden Verkehrskreisel und die Ausrichtung des Kreisheimattags 2017 im Rahmen des Jubiläums 875 Jahre Segnitz.

Heinz Dorsch  wurde zum ersten Bürgermeister von Seinsheim am 1. Mai 1990  gewählt. 30 Jahre hatte er dieses Amt inne (bis 30. April 2020), war stellvertretender VG-Vorsitzender und Kreisrat (2002 bis heute). Er bekam die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze 2008 und in Silber 2020 verliehen. Seit September 2021 ist er der erste Ehrenbürger von Markt Seinsheim. Ebenso war er in zahlreichen Vereinen engagiert und aktiv. In seiner Ägide war der Bau des Landschaftssees zwischen dem Ort und den Weinbergen, die Sanierung der Wasserleitungen, Anschluss an die Fernwasser, Inbetriebnahme Kläranlage, Weinparadiesscheune und Freilichttheater, zweimal Erweiterung und dann Neubau Kindergarten Kirchenburg Seinsheim und Tiefenstockheim, Feuerwehrhaus in Wässerndorf, Dreschhalle, Ansiedlung von Künstlern, kleinste Brauerei in Seinsheim und vieles mehr.

Erich Hegwein - von 1. Mai 2002 bis 30. April 2020 Bürgermeister der Stadt Marktbreit und Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft, des Grund- und Mittelschul-Verbandes, des Abwasserverbandes und weiteren Organisationen, sowie Kreisrat. Er bekam die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze im Jahr 2020.

Während seiner Amtszeit wurden Baugebiete ausgewiesen und er setzte sich im Ministerium für den Bau des Kreisverkehrs Marktbreit und den Erhalt der Mautpyramide auf dem Gemeindegebiet Gnodstadt ein. Neben den Umbau-, Erweiterungs- und Sanierungsarbeiten aller Kindergärten sowie dem Neubau des Montessori-Kindergartens war auch die Sanierung der Grundschule dabei, die bundesweit zu den 100 Besten energetischen Schulsanierungen gehört.

In den 18 Jahren seiner Amtszeit wurden 50 Millionen Euro investiert und die Stadt schuldenfrei mit einer Rücklage von 6,5 Millionen Euro an seinen Nachfolger übergeben. Die Pflege der Partnerschaften mit Fléac (Frankreich), Benshausen jetzt Zella-Mehlis (Thüringen) und Wernersreuth/Âs (Tschechien) lagen ihm sehr am Herzen.

Zusammen mit der CSU-Kreisgeschäftsführerin Gerlinde Martin nahm Beate Pasch die Ehrungen vor und überreichte den ausgeschiedenen Bürgermeistern ein Bocksbeutelpräsent und einen Gutschein.