Der TSV Rödelsee war in den vergangenen Jahren mit Schulden im sechsstelligen Bereich belastet, aktuell bewegt sich der Verein auf der guten Spur der Konsolidierung. Kassier Holger Kelle konnte in der Jahreshauptversammlung finanziell erfreuliche Zahlen vorlegen. Er wies für das Jahr 2020 einen fünfstelligen Jahresüberschuss aus, obwohl dem Verein coronabedigt viele Veranstaltungen und damit Einnahmequellen weggebrochen waren.

Besonders der Ausfall des Weinfestes schlug ins Kontor, hat der TSV Rödelsee doch den größten Anteil in der Weinfestgesellschaft. Deswegen ist das Weinfest normal die größte Einnahmequelle im Jahreslauf. "Ich finde, wir befinden uns auf einem recht guten Weg", erklärte der Kassier. Der Verein erhielt eine letzte Rate von 70 000 Euro vom Verkauf des Sportgeländes an die Gemeinde. Dieser Sondereffekt trug dazu bei, dass der Verein seine Schulden im Jahr 2020 halbieren konnte und jetzt nur noch mit 106 000 Euro in der Kreide steht.

Deswegen schenkten die Mitglieder der bewährten Führungsriege bei den Neuwahlen erneut das Vertrauen. Vorsitzender Dietmar Chrischilles ging ebenso in eine weitere Amtsperiode wie sein Stellvertreter Jürgen Baumann, Schriftführerin Annalena König und Kassier Holger Kelle. Beisitzer sind Jochen Ruß, Achim Hammer, Matthias Korn und Birgit Chrischilles, Andrea Gurrath. Neu hinzu kamen Sascha Hammer und Christian Roßmark für die ausgeschiedenen Patrick Heß und Ullrich Hösch. Als Abteilungsleiter fungieren Jürgen Schmitt (Handball), Jürgen Baumann (Tennis) und Peter Wurm (Tanzen), eine Verantwortliche für Gymnastik und Turnen wird noch gesucht. Der Vorsitzende ernannte Karl-Heinz Bareiß in Abwesendheit zum neuen Ehrenmitglied, und für 25 Jahre Mitgliedschaft ging die silberne Vereinsnadel an Birgit Chrischilles, Edith Eyselein und Monika Hösch.

Hähnchenverkauf läuft gut

An Veranstaltungen waren nur die Freiluftfeier am Vatertag und die Familienradtour möglich. Gut läuft der Hähnchenverkaufs to go, "da gehen am manchen Wochenenden mal 200 halbe Hähnchen über die Theke", berichtete Dietmar Chrischilles. Gut besucht sind oft die Fußballabende im Vereinsheim "die hall", wofür der Verein ein Sky-Abonnement erwarb. Doch um alle Champoins-League-Spiele sehen zu können, wäre noch ein DAZN-Abo notwendig, was sich der Verein nicht leisten will, "deren Preise sind utopisch, weshalb wir uns im Vorstand klar dagegen ausgesprochen haben", betonte Dietmar Chrischilles. Dagegen verlängerte die Vereinsführung den Vertrag mit der Distelhäuser Brauerei zu besseren Konditionen um weitere fünf Jahre.

Im Vereinsheim hatte der TSV so manche Baustelle zu bewältigen wie ein Kombi-Dämpfer, die Kühlung, neue Türen und Untertischkühlschränke für die Küche, dafür gingen rund 10 000 Euro drauf. "Unser Dank geht an unsere fleißige Sportheim-Mannschaft mit unserem Ehrenvorsitzenden Klaus Wandler und besonders mit unserem Ehrenmitglied Walter Schubert, der ganzjährig Thekendienst macht", sagte der Vorsitzende unter dem Beifall der Anwesenden. Der Verein ist ohne Blessuren durch die Corona-Pandemie gekommen und verlor im vergangenen Jahr nur neun Mitglieder, so dass aktuell 517 weibliche und männliche Personen dem Verein angehören.

Sportförderung verdoppelt

Dietmar Chrischilles bedankte sich bei der Gemeinde für die verdoppelte Sportförderung im vergangenen Jahr, und eine namhafte Spende bekam der Verein von der Firma Knettenbrech und Gurdulic. Bürgermeister Burkhard Klein versicherte, dass die Gemeinde zu schätzen wisse, was der Verein für die Bürger und die Dorfgemeinschaft leistet.