Zum Auftakt einer Reihe von Bürgerversammlungen kam Geiselwinds Bürgermeister Ernst Nickel nach Hohnsberg. Im derzeit 42 Einwohner zählenden Gemeindeteil unweit der Autobahn informierte Nickel zunächst über einige Dinge aus der aktuellen Gemeindepolitik, ehe die Bürger dran waren. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein neues Gemeinschaftshaus, denn das bisherige weist einige Schäden und Probleme auf, wie sich der Bürgermeister hinterher selbst überzeugen konnte.

Das etwa 20 Meter lange Gebäude in der Ortsmitte diente einst als Gemeinschafts-Gefrieranlage und wurde danach umgebaut. Ein größerer Raum, eine Toilette und ein Kühlraum sind dort, direkt daneben befindet sich ein Lager- und Abstellraum. Das Gebäude besitzt kein Fundament, so dass Feuchtigkeit den Mauern zusetze, sagte Jürgen Langguth. Schimmel sei in den Wänden, „es muffelt“, so Langguth. Auch energetisch gesehen, sei ein Abriss des Häuschens das einzig sinnvolle.

Eigenleistung der Bürger notwendig

Bürgermeister Nickel sah das genauso, er wies jedoch darauf hin, dass ein Neubau nur mit entsprechender Eigenleistung der Bürger zu machen sei, ähnlich wie in anderen Gemeindeteilen. Die Gemeinde will prüfen, ob Zuschüsse für den Bau möglich sind. Der Bauausschuss werde sich das Ganze anschauen, zudem wolle man sich informieren und eine Fachmeinung einholen.

Kritik gab es ansonsten kaum von den 13 gekommenen Bürgern. Bisweilen werde der kleine Weiler von manchen Stellen etwas vergessen, hieß es. Claudia und Klaus Fischer merkten an, dass kürzlich die Telefonleitung bei ihnen wieder einmal 14 Tage „tot“ gewesen sei. Der Empfang über das Mobilfunknetz sei an manchen Stellen ebenso schlecht. Gelbe Abfallsäcke würden nicht mehr im Ort verteilt. Voraussichtlich im Sommer bis Herbst 2019 werde das Breitband in Hohnsberg ausgebaut, so Nickel.

Autobahn-Ausbau dauert eher länger

Der Bürgermeister informierte über den Stand beim Ausbau der Autobahn in und um Geiselwind. Er glaube nicht, dass die Arbeiten, wie vorgesehen bis Ende diesen Jahres fertig sein würden. Ende Juli werde die komplette Auf- und Abfahrt Geiselwinds wegen anstehender Arbeiten komplett gesperrt, schaute er voraus. Erst wenn alle Arbeiten gemacht seien, werde man die durch die Baustelle beschädigten Flurwege auch in Hohnsberg reparieren, so Nickel.

Zum Gewerbegebiet Inno-Park in Geiselwind hatte er gute Nachrichten. Nach dem Baustart des ersten größeren Unternehmens dort, der „New Wave“-Gruppe, sei die Nachfrage nach den Flächen noch einmal gestiegen. „Das Interesse ist im Moment groß, auch von einheimischen Firmen.“

Teure Wasserversorgung

Zudem stellte Bürgermeister Nickel vor, dass seine Gemeinde zum Thema Wasserversorgung eine Petition an den Bayerischen Landtag schicken werde. Mit dieser wolle man eine Erhöhung der Förderung von staatlicher Seite fordern. Die Petition sieht Nickel als die einzige Chance. Bei Erfolg und mehr Förderung „könnte was an die Bürger zurückfließen“, so das Gemeindeoberhaupt. Er reichte eine Liste zum Unterschreiben in der Versammlung herum.

Bei der insgesamt auf über acht Millionen taxierten Sanierung der Wasserversorgung stehen als nächstes die Erneuerung der Leitung von Wasserberndorf nach Sixtenberg an. Zudem wird ein neuer, größerer Hochbehälter in Geiselwind errichtet. Insgesamt stehe die Gemeinde ganz gut da. Nickel dankte den Bürgern für ihr Engagement in ihren Orten und für die Gemeinschaft.