Die regelmäßige Überprüfung der Strategie und die Projektplanung sind für die Kreisvorsitzende des Bayerischen Kreuzes (BRK), Landrätin Tamara Bischof, immer wichtiger, wie sie bei der virtuellen Kreisversammlung in Iphofen betonte. Denn gepaart mit der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit in mehreren Geschäftsfeldern kann der Kreisvorstand so zielgerichtet den Kreisverband ausbauen und die Handlungsfähigkeit sichern. Es gelte, unter der Berücksichtigung der ehrenamtlich geprägten Struktur, den Grundgedanken des BRK und die Aufgaben als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege den richtigen Weg zu beschreiten.

"Unser Ehrenamt blieb auch in der vergangenen Wahlperiode ein wesentlicher Baustein der Rot-Kreuz-Arbeit im Landkreis", erklärte die im Amt bestätigte Vorsitzende. Das Engagement auf vielen Feldern der Menschenrettung sowie die Arbeit im sozialen Sektor sei wichtig und die Vorsitzende gab sich sicher, "dass wir die Früchte unserer Arbeit noch lange ernten können".

Sanitätswachdienste sind wichtige Einnahmequelle

Das BRK stelle den Rettungsdienst sicher, biete Dienste für junge wie ältere Menschen an, die Wasserwacht brachten in den vergangenen Jahren in Schwimmkursen über 2000 Kindern das Schwimmen bei. "Unsere BRK-Bereitschaften haben gerade jetzt in den Zeiten der Corona-Pandemie ihre Schlagkraft bewiesen", attestierte die Landrätin. Die Leute aus den Bereitschaften sind zudem unverzichtbar bei Blutspendeterminen zur Sicherstellung der Blutversorgung für die Krankenhäuser.

Durch die Einnahmen aus zahlreichen Sanitätswachdiensten konnte der Kreisverband Investitionen wie einen Logistik-Lkw, ein Einsatz-Quad sowie ein Zugtruppfahrzeug stemmen. Die Mitwirkung im Rettungsdienst sei unabdingbar, denn 20 Prozent der Schichten in den Rettungswachen werden von ehrenamtlichen Kräften geleistet. "Ihnen rund 1500 Mitstreitern an der Basis gebührt mein Dank und Hochachtung", sagte die Vorsitzende, die von einer positive Bilanz der abgelaufenen Wahlperiode sprach.

Zahl der Beschäftigen steig in der Pandemie

Tatsächlich liefert der Kreisverband beeindrucke Zahlen mit 1500 ehrenamtlichen Kräften, einer jährlichen Bilanzsumme von zehn Millionen Euro und aktuell in der Krisenzeit der Corona-Pandemie 220 Beschäftigten. Die Beschäftigtenzahl stieg durch den Betrieb der Teststrecke in Albertshofen sowie ein Impfzentrum in Kitzingen und mobile Impfteams in die Höhe, aber es schlug sich auch nieder, dass der Kreisverband vermehrt in das Betreiben von Kindergärten einsteigt.

Der letzte Finanzbericht des scheidenden Schatzmeisters Werner Katzenberger fiel positiv aus und das Eigenkapital des Kreisverbandes nahm von 2016 bis Anfang 2020 um 100 000 Euro zu. Den Bericht des Haushaltsausschuss erläuterte Werner Knaier und ein Grußwort sprach als Hausherr Iphofens Bürgermeister Dieter Lenzer.