Coca-Cola hat's vorgemacht, Apple und Google haben inzwischen mindestens gleichgezogen – als wertvollste Marken der Welt. Auf diesen Bekanntheitsgipfel schielt Kitzingen nicht, will aber ebenfalls sein Profil schärfen. Um sich als Marke im Wettbewerb der Kommunen zu positionieren, soll eine Initiative mit Bürgerbeteiligung, Workshops und Marketing-Experten angeschoben werden. Vorberaten wird das am Donnerstag (28. Juni) ab 17 Uhr im Finanzausschuss.

Der Anstoß für die Marken-Initiative kam vom Stadtmarketing-Verein. Der stellte in einem Papier fest: „Kitzingen hat kein Profil“. Das war keine einsame Erkenntnis, sondern laut einer Mitteilung des Vereins die Meinung einer Gruppe von 30 Leuten – aus dem Marketing-Verein und von Spitzen der Verwaltung, angeführt von OB Siegfried Müller.

Um diese ernüchternde Feststellung zu ändern, setzte die Arbeitstagung die Weichen in Richtung „Profilbildungsprozess“. Ziel: ein nachhaltiges Image – beispielsweise wie von Salzburg, das als Mozartstadt in vielen Köpfen verankert ist. Das Arbeiten an der Marke Kitzingen ist nicht billig: Runde 50 000 Euro könnte es laut Verwaltung kosten, mit Experten, Bürgern, dem Stadtmarketing-Verein und der Verwaltung an einem einprägsamen Bild der Stadt zu arbeiten.

Einen positiven Image-Effekt könnte Kitzingen auch durch die Teilnahme am deutschen Wettbewerb „Entente Florale – Gemeinsam aufblühen“ erreichen. Die – wenn der Ausschuss und der Stadtrat mitziehen – Teilnahme an dem Wettbewerb für mehr Grün in den Städten geht auf einen Antrag der CSU zurück. Die hält mit Blick auf die vielen Entwicklungen der Pflanzenlandschaft durch die Kleine Gartenschau Kitzingen für wettbewerbsfähig .

Runde 18 000 Euro soll ein Breitbandkonzept kosten, das jetzt vergeben werden soll. Dabei geht es um den Ausbau des Glasfasernetzes, das vor allem dem Internet in den unterversorgten Gewerbegebieten auf die Sprünge helfen soll. Die Entscheidung trifft der Finanzausschuss.

Der Wohnmobilstellplatz am Main ist ein Renner: Rund 7000 Übernachtungen sagt die Touristinformation für 2012 voraus (2010: 5400). Wo es noch hapert, ist die Kostendeckung für die inzwischen auf 70 verdoppelte Anzahl der Wohnmobilstellplätze. Mit einem Minus von rund 18 000 Euro kamen im Vorjahr nur rund 64 Prozent der Kosten wieder rein. Neues Ziel laut Vorlage: hundert Prozent. Erreicht werden soll das durch eine Erhöhung der Stellplatzgebühr von fünf auf sieben Euro pro Nacht.