Eine Premiere hatte Wiesentheids Bürgermeister Klaus Köhler. Die Bürgerversammlung für den Ortsteil Feuerbach, die den Auftakt zu weiteren Versammlungen in den Wiesentheider Gemeindeteilen bildet, war Köhlers allererste in seiner Amtszeit seit Mai 2020. Beim Punkt Bürgerfragen wurde eifrig diskutiert, Kritik kam aus den Reihen der rund 20 Bürgerinnen und Bürger des 276-Einwohner-Ortsteils zum Thema Hochwasser.

Hier beklagte Angelika Löblein-Kotzer, dass bislang in Feuerbach trotz mancher Versprechen nichts passiert sei. Ihr Anwesen habe erst kürzlich wieder die Auswirkungen erlebt. Sie verstehe nicht, dass es beim Konzept nicht vorangehe, nur weil sich Behörden nicht einig seien. "Jeder schiebt die Verantwortung weiter, das geht nicht!" Hier erläuterte Bürgermeister Köhler den Stand. Die umliegenden Gemeinden hätten in Kürze ein Gespräch mit dem Wasserwirtschaftsamt. Zudem wolle man nun einen Zweckverband gründen, davon verspreche man sich mehr.

Container bekommen einen neuen Platz

Eingangs erläuterte Bürgermeister Köhler, warum die Verwaltung alle fünf Bürgerversammlungen in der Steigerwaldhalle anberaumt hat. Die Treffen in den Ortsteilen im Freien abzuhalten, wie teils gewünscht, wolle man wegen des Wetters nicht. Die Halle sei sicherer, zudem habe man ja einen Bus zum Transport der Bürger organisiert.

Als Dauerbrenner erwiesen sich mit der Schulbushaltestelle in der Ortsmitte sowie der Container-Standort. Zwei Themen, die bereits Köhlers Vorgänger Werner Knaier beschäftigten. Zum Container-Platz merkte Thomas Appold an, dass sich dort nicht an die Zeiten zum Einwerfen von Glas gehalten werde.

Das störe die Anwohner. Abends und an Wochenenden sei oft Betrieb, viele Auswärtige würden dort ihren Abfall entsorgen. Ein Platz, an dem die Behälter nicht stören, sei in Nähe des Sportgeländes. Über das Verlegen ließ Bürgermeister Köhler abstimmen. Fast alle Bürger stimmten zu, die Container zunächst dort probehalber für ein Jahr aufzustellen.

Viel Verkehr rollt durch Feuerbach

Über die Bushaltestelle in der Ortsmitte regte sich nicht nur Harald Ritz auf. Dass diese aus Platzgründen auch noch ohne schützendes Dach gebaut wurde, sei "hirnrissig". Andere Bürger wiesen auf den schmalen Bereich hin, auf dem die Kinder warten müssten. Das sei gefährlich, zumal derzeit wegen der Autobahn-Baustellen viel Verkehr durch den Ort rolle. Die Haltesstelle sei vom Landratsamt dort festgelegt worden, erläuterte der Bürgermeister. Da könne man wenig ändern.

Einen Riss im Gebäude des ehemaligen Rathauses sprach Martin Klein an. Dieser werde immer länger, man müsse etwas tun. Bürgermeister Köhler erläuterte zudem den möglichen Standort bei Feuerbach für den Waldkindergarten.

Das Geschwindigkeitsmessgerät solle häufiger im Ortsteil stehen, wünschte mancher. Zudem werde auch auf den Feld- und Radwegen zu schnell gefahren, wurde moniert.

Zunächst hatte Bürgermeister Köhler unter anderem informiert, dass das für den Ortsteil geplante Baugebiet wohl erst im kommenden Jahr erschlossen werde.