Dass das Radfahren mit Kindern zwischen Münsterschwarzach und Stadtschwarzach ziemlich gefährlich ist, schilderte eine junge Mutter in der Bürgerversammlung.
Dass das Radfahren mit Kindern auf der Schweinfurter Straße zwischen Münsterschwarzach und Stadtschwarzach ziemlich gefährlich ist, schilderte am Mittwoch Katrin Memmel in der Schwarzacher Bürgerversammlung. Die junge Mutter forderte, an manchen Stellen die Gehwegkanten abzusenken. Bürgermeister Volker Schmitt versprach Abhilfe im kommenden Jahr. „Wir haben das an den meisten Stellen in Schwarzach bereits getan“, so Schmitt. Er erlebte einen ruhigen Bürgertreff im Begegnungshaus Arche mit 60 Teilnehmern.
Lediglich zwei weitere Wünsche kamen aus der Bürgerrunde. Christian Schreiner regte an, die „giftigen Gehölze“ am Münsterschwarzacher Kinderspielplatz und in öffentlichen Bereichen des Baugebiets An der Aspel II zu entfernen. „Die haben da nichts verloren“, sagte er in Sorge um die zahlreichen Kleinkinder in dem Neubaugebiet. Weil man an einem Zugang zum Friedhof in Stadtschwarzach bei Regenwetter ziemlich schmutzige Schuhe bekommt, empfahl Irmgard Kleinschnitz-Kraus, diese Fläche zu pflastern.
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Bevor die Bürger zu Wort kamen, referierte Bürgermeister Schmitt über die Arbeiten des zu Ende gehenden Jahres und blickte auf die Projekte 2017. Eineinhalb Stunden durften die Anwesenden die Ohren spitzen. Schmitt entschuldigte sich für die Dauer seines Vortrags, „aber es war halt auch sehr viel los“, so das Gemeindeoberhaupt. Die erste gute Nachricht war, dass der Schuldenstand der Marktgemeinde in diesem Jahr um fast 200 000 Euro auf 1,3 Millionen Euro abgebaut werden konnte. Erfreulich ist die steigende Zahl der Geburten in den vergangenen beiden Jahren, was den Bau einer weiteren Kinderkrippe erfordert. „Die ist derzeit in Planung“, so Schmitt. Im kommenden Jahr werden alle Schwarzacher Haushalte und Gewerbebetriebe mit schnellem Internet versorgt sein. Zusammen mit der Telekom hat Schwarzach hier knapp 90 000 Euro in die Hand genommen, um ein lückenloses DSL-Netz mit 30 bis 50 mbit zu erreichen. Es soll bis September 2017 fertig sein.
Neue Seenlandschaft in Hörblach
2017 stehen umfangreiche Projekte an. Der Parkplatz vor dem Torhaus in Münsterschwarzach soll 2017 neu überplant werden. Die Neugestaltung ist dann für 2018 vorgesehen. In Gerlachshausen wird der Bereich am ehemaligen Gasthaus Pfannes verschönert, ein Bushaltehäuschen wird errichtet. Das Gelände des Bauhofs soll asphaltiert werden. Dort stören bei Regenfällen riesige Wasserpfützen. Für die gesamte Marktgemeinde erstellt ein Team aus Studenten ein Tourismuskonzept. Schmitt erhofft sich aus dem Papier auch Ideen für die neue Seenlandschaft in Hörblach.
Weiter geht es 2017 mit den Kanalsanierungen in Gerlachshausen. Mit dem Abriss der Fußgängerbrücke in Münsterschwarzach und der Neuerrichtung nimmt der Gemeinderat im nächsten Jahr ein Projekt ins Visier, das schon lange auf seiner Agenda steht. Die marode Brücke wird komplett abgerissen. Auf den bestehenden Trägern wird eine Stahlkonstruktion mit Edelstahlgeländer neu errichtet. Die Kosten belaufen sich auf 270 000 Euro. Drei Monate – voraussichtlich rund um die Sommerferien – werden die Bauarbeiten dauern. In dieser Zeit wird auch die parallel verlaufende Brücke für Fahrzeuge gesperrt. „Nur Fußgänger und Radler können drüber, Autos müssen die Umleitung in Kauf nehmen“, bedauerte Schmitt.
Während es in vielen Bereichen zügig vorangeht, sind die Bemühungen um ein gemeinsames Hochwasserkonzept von acht Dorfschätze-Gemeinden ins Stocken geraten. Seit der Vergabe der Vermessungsleistungen im August 2014 haben sich laut Schmitt einige unangenehme Überraschungen in die Planungen eingeschlichen, die das Konzept verzögern. „Es läuft nicht so, wie wir es erwartet haben“, bedauerte der Bürgermeister fehlerhafte Messungen und Datenübertragungen. Ferner fehlen immer noch aktuelle Pegelstände der Bäche. Nach den enormen Wassermassen, die vor gut zwei Jahren Teile Schwarzachs überschwemmten, will Schmitt mit Nachdruck auf die Fertigstellung des Konzepts drängen.