Langsam wird es nervig für das Kitzinger Tierheim-Team: Anfang 2019 droht das Ende, aber eine Lösung - ein Neubau - ist nicht in Sicht. Hilfe wird jetzt gebraucht.
Allmählich wird es eng für das mit Rissen im Mauerwerk kämpfende Kitzinger Tierheim. Obwohl im Frühjahr 2019 wegen der Einsturzgefahr das Aus droht, ist bislang keine Lösung in Sicht: Es gibt weder ein Grundstück für einen Neubau, noch Geld dafür oder für eine mögliche Verfüllung der allmählich nachgebenden Bergbaustollen unter den Gebäuden.
Das – noch – Positive an der Geschichte: Die vor rund 110 Jahren stillgelegten Stollen geben laut Tierheimleiterin Angela Drabant aktuell Ruhe. Es gibt keine neuen Risse und die Monitore, die die Bewegungen in den Mauern beobachten, liefern keinen Anlass zur Besorgnis.
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Sorgenvoller Blick in die Zukunft
Sorgen bereitet dem Tierheim-Team aber der Blick in die Zukunft. Die muss bis Frühjahr 2019 geklärt sein. So lange will das Bergamt Nordbayern, das die brüchigen Stollen unter den Gebäuden im Blick behält, den Betrieb dulden. Bis dahin muss aber eine von zwei Varianten erfüllt sein: Entweder werden die Gruben verfüllt oder die Einrichtung wechselt in einen Neubau.
Letzteres ist ein Problem: „Aktuell können wir keinen tragfähigen Standort benennen“, so Bauamtschef Oliver Graumann auf Anfrage. Die Anforderungen sind hoch. Weil Hundegebell nicht zu Wohnbereichen passt und die Tiere im Umfeld Auslauf brauchen, muss es ein Standort im Außenbereich sein. Der sollte zudem laut Graumann erschlossen sein und ausreichend Platz zum Parken für die Tierheimbesucher bieten.
Etliche Standorte mit einem möglicherweise passenden Profil haben die Verantwortlichen des Tierschutzvereins besichtigt – ohne Ergebnis. Tierschutzvereins-Vorsitzender Gerd Menche appelliert vor diesem Hintergrund an alle Gemeinden, passende Grundstücke anzubieten.
Ungelöste Finanzierungsfrage
Ungelöst ist auch die Finanzierungsfrage, egal ob der Untergrund aufgefüllt oder ein neues Heim gebaut wird: Mindestens eine Million Euro wird fällig – eine Summe, die weit außerhalb der finanziellen Möglichkeiten des Vereins liegt. Das Tierheim wird schließlich schmalbrüstig von Kreisgemeinden finanziert – mit 20 Cent pro Einwohner und Jahr.
Mit den gut 17 000 Euro ist kaum an einen Neubau zu denken. Aber wenn die Einrichtung wegfällt, sind die Gemeinden dran – bei Fundtieren. Die müssen geimpft, bei Krankheiten tierärztlich behandelt und mindestens ein halbes Jahr untergebracht werden, betont Drabant. Die Gemeinden bräuchten Extraräume für die Tiere und fachlich geschulte Mitarbeiter.
So was geht schnell ins Geld: Rund 15 Euro pro Hund und Tag, bei Katzen rund zehn Euro seien da mindestens fällig, sagt Iris von Crailsheim, stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins. Dazu käme noch das Geld für den Tierarzt. „Fundkatzen sind richtig teuer“, erklärt Drabant. 24 000 Euro, gleich 80 Prozent der Tierarztkosten, seien alleine bei den Stubentigern fällig.
"Weil Hundegebell nicht zu Wohnbereichen passt und die Tiere im Umfeld Auslauf brauchen, muss es ein Standort im Außenbereich sein. Der sollte zudem laut Graumann erschlossen sein und ausreichend Platz zum Parken für die Tierheimbesucher bieten."
Das scheint aber beim bisherigen Standort mit seinen 5 Parkplätzen und direkt unter einer Wohnsiedlung nicht wichtig gewesen zu sein...
Wie wäre es mit ConneKT oder Innopark?
Oder wenn es denn keine ehemalige US Fläche sein soll, am Dreistock gibt's doch sicherlich auch
noch genügend Freifläche neben Poco, oder dem Netto Lager...