Erhöhte Kontrollmaßnahmen in der Stadtratssitzung in Marktsteft am Dienstagabend: Zugang gab es nur nach der 3G-Regel, also für Geimpfte, Genesene und Getestete, was auch für Stadträtinnen und Stadträte galt. Der Grund: Der Stadtteil Michelfeld hatte sich wohl zu einem "Hot-Spot" mit mehreren, an Covid 19 erkrankten Personen entwickelt.

Ansonsten leitete Bürgermeister Thomas Reicher eine Routinesitzung ohne großen Aufreger. So genehmigten die Räte einstimmig den Bauantrag für den in der Nähe der Unteren Gasse aufgestellten Foodtruck. Der ersetzte heuer den bis vor wenigen Jahren dort stehenden kioskartigen Radlertreff. Für die Stadt selber ein Glücksgriff, denn die nahe Badebucht konnte so mit Speis und Trank, aber auch mit Toiletten versorgt werden. Der doch etwas regnerische Sommer sorgte dann allerdings nicht für einen solchen Andrang am Main, wie 2020. Foodtruck, WC-Container, Lagercontainer und Kühlanhänger wurden von den Räten genehmigt. Da die Aufstellung nur temporär, also von April bis Oktober erfolgt, dürfte es auch keine Probleme mit Hochwasser geben.

Sanierung im Ortskern einstimmig genehmigt

Eigentlich ist es das, was sich Gemeindeverantwortliche wünschen: Sanieren im Ortskern. Das will ein Bauwerber nun auch in der Herrnstraße in Steft machen, was die Rätinnen und Räte auch einstimmig genehmigten. Allerdings muss sich der Bauwerber an die Gestaltungssatzung halten.

Der Flächennutzungsplan für den Bereich ehemalige Gärtnerei Vogel ist bereits geändert, nun wird für einen Teilbereich ein Bebauungsplan aufgestellt. Dort soll eine Seniorenwohnanalge entstehen und das kann aufgrund der Größe im beschleunigten Verfahren geschehen. Die Kanalerschließung erfolgt auf einem Randstreifen parallel zum Flurweg zwischen Marktbreiter Straße und Durchlass unter der Staatsstraße, wird vom Investor gebaut und fällt dann an die Stadt. Der Weg selber wird nicht ausgebaut, um den Anliegern Erschließungskosten zu sparen, soll aber auf dem Randstreifen einige Ausweichbuchten erhalten.

Auf Antrag des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins erhält das ehemalige Kleidergelände, das mehr und mehr zum Naherholungszentrum wird, einen eigenen Namen und soll künftig Mainauenpark heißen. Allerdings war auch klar, dass es wohl einige Zeit dauern dürfte, bis sich der neue Name durchsetzt.

Bürgerversammlungen in Steft und Michelfeld

Am 16. und am 23. Oktober sollen jeweils um 15 Uhr die Bürgerversammlungen in Marktsteft und in Michelfeld stattfinden. Wie Bürgermeister Thomas Reichert plant, sollen beide als Spaziergang durch den Ort stattfinden und interessante Punkte angesteuert werden. Start in Marktsteft ist am alten Hafen, in Michelfeld am Feuerwehrhaus/See.
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Auch eine Folge von Corona: Bürgersprechstunden der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wird es in der VG wohl künftig nicht mehr in der gewohnten Weise geben. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister seien, so Reichert, telefonisch, per E-Mail oder Messenger erreichbar, persönliche Termine können auch weiter vereinbart werden, dann kann sich die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister auch auf das Thema vorbereiten.

Nach wie vor gibt es unter den Eltern und Lehrern großes Unverständnis zur Entscheidung der Schulverbände in Marktbreit, keine Luftreinigungsgeräte für die Mittelschule und die Grundschule anzuschaffen. Klaus Siebert verlas als Vertreter des Elternbeirats der Grundschule Marktbreit ein Schreiben an Marktstefter Rätinnen und Räte und den Bürgermister, in dem er die Situation aus seiner Sicht darstellte und eine Korrektur der Entscheidung der Schulverbände forderte. Dazu sollte sich der Stadtrat um eine Neubewertung der Abstimmung im Schulverband aussprechen. Die Rätinnen und Räte nahmen die Ausführungen ohne Kommentar zur Kenntnis.