Asylbewerber verstärken Fußballmannschaft

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Urkunden, Ehrennadeln und Präsente gab es in der Jahreshauptversammlung des FC Eintracht Großlangheim für langjährige Treue zum Verein: Vereinsvorsitzender Dominik Droll (Zweiter von links) ehrte ...
Foto: Stefan Adrio

Der FC Eintracht Großlangheim spielt mit dem VfL Kleinlangheim in einer Fußballmanschaft. Der Zusammenhalt ist gut. Asylbewerber aus Syrien trainieren fleißig mit.

Beim FC Eintracht Großlangheim begann vor einem Jahr eine neue Ära. Norbert Droll hatte nach 28 Jahren an der Spitze des Vereins diesen Posten an seinen Sohn Dominik weiter gegeben und die Fußballer jagen ab der Saison 2015/16 in einer Spielgemeinschaft mit dem VfL Kleinlangheim dem runden Leder nach. In der Hauptversammlung des Fußballclubs im Sportheim zeigte sich, dass die neue Vereinsführung schnell in die Pötte kam und die SG mit Kleinlangheim funktioniert.

Norbert Droll von Geburt an dabei

„Ich habe schon in meinem ersten Jahr als Vorsitzender viel erlebt und erfahren und ich wusste, was auf mich zukommt, ich habe es schließlich von Geburt an erlebt“, begrüßte Dominik Droll die Mitglieder. Er freute sich in seinem kurzen Bericht darüber, „dass der Zusammenschluss mit Kleinlangheim in einer guten Bahn verläuft“, bedauerte aber, dass die Damenmannschaft die Segel streichen musste: „Alle Versuche, das Team zu erhalten und Spielerinnen zu halten, schlugen fehl.“

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Ansonsten konstatierte Droll ein Jahr mit Höhen und Tiefen und appellierte an die Mitglieder, sich für den Thekendienst im Sportheim zur Verfügung zu stellen. Er dankte für jegliche Unterstützung in seinem ersten Jahr als Vorsitzender und gab bekannt, dass die traditionellen Veranstaltungen auch in diesem Jahr über die Bühne gehen werden.

Schriftführer Matthias Krämer ging auf die Themen der Ausschusssitzungen, auf Instandsetzungen im und am Sportheim auch mit Hilfe von Asylbewerbern, das Pfingstturnier, auf Kirchweih-, Schnitzel- und Fischessen und die Dorfmeisterschaft im Schafkopf ein, die Thomas Schreiber gewann.

Im Jugendbereich gibt es Spielgemeinschaften mit Kleinlangheim, Abtswind, Wiesenbronn und Castell. Krämer rief in diesem Zusammenhang dazu auf, einen Übungsleiterlehrgang zu besuchen, um den Fußballnachwuchs unterstützen zu können. Als Novum in der Vereinsgeschichte bezeichnete er das Rasenmähen schon Mitte Februar aufgrund des milden Winters und der Regenfälle.

Ehrenvorsitzender Norbert Droll trug die Finanzdaten vor, da Schatzmeisterin Melanie Schumpa krankheitsbedingt nicht anwesend war. Erfreulicherweise wurden die Verbindlichkeiten weiter reduziert, so dass der FC Eintracht noch knapp 94 000 Euro Schulden hat.

Bürgermeister Karl Höchner äußerte Freude darüber, dass das neue Führungsteam sich sehr schnell einarbeitete und zeigte sich überzeugt, dass auch die finanzielle Belastung im Laufe der Jahre abgebaut werden könne.

Flüchtlinge verstärken Mannschaft

Zweiter Vorsitzender Aleksander Schuster sprach von einem guten Beginn der SG Klein-/Großlangheim mit dem Ziel des Aufstiegs in die Kreisklasse. Leider hätte die spielerisch ausgerichtete Mannschaft unter vielen Verletzungen –„wir haben derzeit 16 Ausfälle“ – und teilweise hartem Fußball in der A-Klasse gelitten, wodurch die Qualität gemindert worden sei. Erfreut zeigte sich Schuster über die Trainingsbeteiligung und die Integration von syrischen Asylbewerbern: „Der Zusammenhalt in beiden Mannschaften ist gut.“

Ehrungen: 50 Jahre Mitglied: Gerd Högner, Heinrich Högner, Herbert Schmitt, Winfried Worschech

40 Jahre und Ernennung zum Ehrenmitglied: Günter Klopfer, Heinrich Pfannes, Wolfgang Schmitt

40 Jahre: Erich Troll, Josef Troll

30 Jahre und Ernennung zum Ehrenmitglied: Robert Keim, Bernhard Pfannes

10 Jahre: Andrea Schielke