Mit Udo Bernhardt wurde Ende November ein langjähriger Mitarbeiter der Fritsch GmbH & Co. KG in den Ruhestand verabschiedet. Er blickt laut Pressemitteilung des Unternehmens auf fast 50 Jahre Fritsch-Geschichte zurück. In dieser Zeit sei der Technische Zeichner maßgeblich an zahlreichen Innovationen beteiligt gewesen. Die bedeutendste Entwicklung seiner beruflichen Laufbahn war die Erfindung eines vollautomatischen Brezelschlingers. Diesen hatte er in seiner Freizeit in der heimischen Garage ausgetüftelt und damit die Backbranche bis heute maßgeblich beeinflusst.

"Drei Gründe sind bei Udo Bernhardt der Schlüssel zum Erfolg", sagte Fritsch-Geschäftsführer Frank Gabriel bei der Verabschiedung. "Zum einen ist hier sein unermüdlicher Drang eine Lösung zu finden. Ihm sagt man nach: Dem Udo fällt immer was ein: beim Essen, beim Schlafen und natürlich auch am Wochenende." Weiterhin sei sein Verständnis für den Teig und wie er sich verhält außergewöhnlich.  Außerdem hatte er immer eine sehr gute Beziehung zu unseren Kunden", würdigte er die Leistung des langjährigen Mitarbeiters.

Ein halbes Jahrhundert war Udo Bernhardt für Fritsch beschäftigt. Sein Vater hatte eine Bäckerei, der Umgang mit Teig war schon immer ein Teil seines Lebens. Am 1. September 1972 begann er seine Ausbildung als Technischer Zeichner und wurde nach seiner Ausbildung im Technischen Büro übernommen. Acht Kollegen sind damals dort tätig gewesen. Heute besteht die Abteilung Engineering aus mehr als 50 Mitarbeitern. Dazu gehört die Abteilung Forschung und Entwicklung, die Bernhardt viele Jahre mit großem Wissen leitete.

Er beschäftigte sich anfangs vor allem mit der Entwicklung von Teigausrollmaschinen, später mehr mit Anlagen des Mittelstands- und Industriebereichs, beispielsweise der ersten Croissantanlage "Croissantomat 2000". Es folgten viele innovative Entwicklungen für Fritsch, wie Laminieranlagen und verschiedene Wickelsysteme, so die Pressemitteilung. Seine innovativste Entwicklung bleibe aber der Brezelschlinger.