Das Thema Hitze und Trockenheit hat sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Wochen gezogen. Die Schäden auf Wiesen, Äckern und im Wald sind nicht zu übersehen.
Das Thema Hitze und Trockenheit hat sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Wochen gezogen. Die Schäden auf Wiesen, Äckern und im Wald sind nicht zu übersehen. Woher die kommen, machen jetzt auch die neuen Zahlen für den Monat August deutlich.
Am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen hat Thomas Karl im vergangenen Monat eine Durchschnittstemperatur von 21,9 Grad gemessen. Der Monat war um 3,9 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Er setzt die Serie der heißen Sommermonate des Jahres 2015 fort. Auch der Juni und Juli waren um rund drei Grad wärmer als in Durchschnittsjahren.
Was Mensch, Tier und der Pflanzenwelt vor allem zu schaffen gemacht hat, waren die 15 heißen Tage im August. An denen sind die Temperaturen auf über 30 Grad im Schatten gestiegen. An weiteren neun Tagen war es wärmer als 25 Grad.
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Ein Blick auf den Mangel
Der heißeste Tag war auch in der Mainbernheimer Straße der 7. August. Allerdings wurden da „nur“ 38,4 Grad gemessen. Nicht weit entfernt gab es an diesem Tag am Lerchenbühl den vom Deutschen Wetterdienst amtlich bestätigten Hitzerekord für Deutschland mit 40,3 Grad – zum zweiten Mal in diesem Jahr.
Immerhin reichte es zwischendurch auch mal für eine kleine Abkühlung. Am 26. August zum Beispiel wurden nur 10,6 Grad erreicht, der tiefste Wert in einer Augustnacht 2015.
Zur Hitze kamen zu wenige Niederschläge. Ein normaler August bringt es an der Messstation auf 59 Liter pro Quadratmeter. Gefallen sind 46 Liter, 20 Prozent weniger als im Schnitt. Der 26. August war mit 23 Litern am ergiebigsten. Ansonsten kam an sieben Tagen etwas vom Himmel, nur an fünf wurde die Millimetergrenze erreicht, war der Regen also einigermaßen spürbar.
Der Blick aufs Jahr ist ein Blick auf den Mangel: 255 Liter Niederschläge waren es bisher. Zum Durchschnittswert fehlen Ende August 156 Liter, oder umgerechnet gut 15 handelsübliche Zehn-Liter Gießkannen – und das pro Quadratmeter.