• Tierheim Hof hat die Katzen "Wilma" und "Woppy" aufgenommen
  • Kontakt mit Menschen hatten sie nie - wie sie langsam Vertrauen fassten 
  • "Wilma" und "Woppy" wollen nicht getrennt werden und brauchen geduldige Besitzer

Anfang März 2022 hat das Tierheim Hof mit den Katzen "Wilma" und "Woppy" neue Bewohner bekommen. Sie hatten einen rauen Start ins Leben, lässt ihr Steckbrief erahnen. Aufgewachsen in einem stillgelegten Landwirtschaftsbetrieb seien die beiden acht Monate alten Tiere nie in Kontakt mit Menschen gekommen. Ihr Verhalten weise darauf hin, so das Tierheim.

Tierheim Hof baut langsam Vertrauen der Katzen-Geschwister auf

"Sie sind in Freiheit geboren und hatten noch nie ein Zuhause", beschreibt es die ehrenamtliche Helferin Christa Langer im Gespräch mit inFranken.de. Tierfreunde hätten sie mit einer Falle eingefangen und ins Tierheim gebracht. Dies mag wohl der erste Kontakt mit Menschen gewesen sein. Dementsprechend schüchtern seien die beiden schwarz-weißen Katzen. "Wir beschäftigen uns mit ihnen, damit sie Vertrauen aufbauen. Ich füttere sie zum Beispiel mit Leckerlis. Dann kommen sie auch her." Charakterlich seien die Geschwister etwas verschieden.

"'Wilma' lässt sich schon streicheln, 'Woppy' braucht noch etwas. Gestern konnte ich ihm aber schon ein bisschen über das Fell streichen", berichtet Helferin Christa Langer am Freitag. Bei ehemals wilden Katzen sei ungewiss, was die Tiere bereits erlebt haben. Doch das Tierheim zeigte sich am Mittwoch (6. April 2022) auf Facebook zuversichtlich: "Es dauert nicht mehr lange und ihre Ängstlichkeit wird Vergangenheit sein."

"Wilma" und "Woppy" seien unzertrennlich. "Sie mögen sich und kuscheln miteinander. Wir wollen sie gemeinsam vermitteln. Sie brauchen geduldige Menschen, die sie nicht gleich hochnehmen wollen", so Langer. Stattdessen, sollten ihre neuen Besitzer sich mittels Leckerlis und Spielen den schüchternen Katzen nähern. 

Kastrieren, chippen, impfen: Tierheim Hof muss Kosten übernehmen

Das Tierheim weist darauf hin, dass die beiden kastriert, gechippt und geimpft seien. "Auf Kosten des Tierheims", fügt Langer hinzu. Daher gebe es bei der Vermittlung eine Schutzgebühr von 110 Euro, die die neuen Besitzer entrichten müssen. "Wer sie kennenlernen möchte, kann sie gerne im Tierheim besuchen. Wenn sie sich an ihre Menschen gewöhnt haben, würden sie auch gerne die Außenwelt erforschen", so das Tierheim Hof.