Das Tierheim Hof hat einige Zeit gebraucht, um dem jungen Kater seine "pure Angst" zu nehmen. Er war heimatlos und musste alleine für sich sorgen, um zu überleben. Er braucht jetzt dringend liebevolle Menschen.
- Tierheim Hof nimmt heimatlosen Kater Manni auf
- Nicht an Menschen gewöhnt: "Sein ganzer Körper zeigte pure Angst"
- Ehrenamtliche Mitarbeiterin schafft es, ihn zu zähmen: "Er ist nur lieb"
Seit Anfang Februar 2022 kümmert sich das Tierheim Hof um den jungen Kater Manni. Dieser habe nicht das Glück gehabt, in einem sicheren Zuhause aufzuwachsen. In einem stillgelegten Landwirtschaftsbetrieb wurde er eingefangen, erklärt die ehrenamtliche Mitarbeiterin Christa Langer inFranken.de. Ihre Geduld mit ihm in den vergangenen Wochen habe sich aber ausgezahlt.
Tierheim Hof: Kater Manni machte große Wandlung nach schwerer Vergangenheit durch
Manni ist sechs bis sieben Monate alt. "Kontakt zu Menschen hatte er nie", sagt Langer. "Er musste schon in seinem jungen Alter für sich sorgen, um nicht zu verhungern. Immer gut aufpassen und sich verstecken, um zu überleben." Tierliebhaber*innen hätten Manni und weitere Katzen auf dem Gelände eingefangen. Das sei sein Glück gewesen. "Sein ganzer Körper zeigte pure Angst. Alles wurde argwöhnisch angefaucht." Zudem habe er einen Schnupfen gehabt, der behandelt wurde.
"Mit viel Geduld und Zeit habe ich ihn dann so weit gebracht, dass er anfing zu spielen. Wenn ich mich zu ihm gesetzt habe, ist er mit der Zeit immer ein bisschen näher gekommen." Leckerli hätten auch geholfen, um ihn zu zähmen. Irgendwann habe Langer es geschafft, ihn zu streicheln. Seitdem ist er "nur lieb, er lässt sich auf meinen Arm nehmen, kuschelt mit mir und ist aufgeweckt", beschreibt die Mitarbeiterin freudig. Manni sei inzwischen so, wie ein Kätzchen sein soll.
Vor kurzem sei auch erstmals eine weitere Person in seine Nähe gekommen, zu der er genauso zutraulich gewesen sei. Langer ist zuversichtlich: "Seine Angst wird so nicht mehr zurückkommen. Er kann sich an andere Menschen gewöhnen." Eigentlich könnten es die Pfleger*innen im Tierheim nicht leisten, sich so intensiv mit den Tieren zu beschäftigen. Doch gerade das erhöhe die Chance auf ein neues Zuhause, erklärt sie. "Deshalb sind wir oft sonntags, feiertags und abends ein bisschen länger da."
Tierheim hofft auf liebe Besitzer für Manni - "Man hängt mit dem Herz besonders dran"
Die neuen Besitzer bräuchten etwas Geduld, bis Manni sich an sie gewöhne. Die Liebe, die er in seinen ersten Lebensmonaten nicht bekommen durfte, genieße und brauche er nun umso mehr, findet Langer. Bestenfalls sollte er ein ruhiges Zuhause bekommen. Kleine Kinder seien deshalb nicht ideal. In jedem Fall brauche er Freilauf. Hunde sei Manni nicht gewöhnt.
Die ehrenamtliche Mitarbeiterin vom Tierheim Hof würde sich freuen, wenn Manni bald liebe Menschen finden würde. Nach ihrer intensiven Zeit mit dem Kater sagt sie: "Man hängt mit dem Herz schon besonders dran."