Fränkisch fluchen: Museum in Oberfranken sammelt regionale Schimpfwörter

1 Min

Wer schon immer mal "ganz ungeniert" auf Fränkisch fluchen wollte, hat nun die perfekte Möglichkeit dafür: Ein Museum sammelt derzeit regionale Kraftausdrücke.

Schimpfwörter, Beleidigungen, Kraftausdrücke, Flüche - all das darf man jetzt vollkommen legal beim Museum Bayerisches Vogtland in Hof loswerden. Denn: Das Museum beherbergt im Herbst eine Ausstellung über das Fluchen und Schimpfen.

Und für das Lokalkolorit benötige man mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger Hofs und der Region noch regionale Ausdrücke, schreiben die Verantwortlichen: Schließlich gebe es ja zahlreiche lokale Beschimpfungen wie "Hundsgunga", "Debbala" oder "Laddschkabbm".

Für eine Ausstellung: Museum sucht nach fränkischen Kraftsausdrücken 

Hinzu kommt: Laut einem Vorurteil motzen und schimpfen die Hofer gerne, heißt es weiter. Außerdem wolle man erfahren, wie aktuell in der Region geschimpft und geflucht wird. Es biete sich nun also die einmalige Möglichkeit, "mal ganz ungeniert und ohne Konsequenzen typisch Hoferisch zu fluchen, zu schimpfen und zu beleidigen".

Im Museum ist im Herbst die Ausstellung "Potz! Blitz! Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech" zu sehen. Dort wird die jahrhundertelange Fluch- und Schimpfkultur aufgearbeitet. Die Schau war 2024 bis Anfang 2025 bereits im Museum für Kommunikation in Nürnberg zu sehen.

Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen 
Vorschaubild: © Jens Hilberger/Adobe Stock (Symbolbild)