Zahlreiche Ortseinsichten standen auf der Tagesordnung des Wonfurter Gemeinderates.

In der Dr.-Steinmüller-Straße/Sonnenstraße ist die Kanalerneuerung abgeschlossen. Die noch fehlende Asphaltierung der Straßen soll bis November fertig sein. Im Gewerbegebiet ist die Erweiterung der Straße "Mauerhecke" in Gange. Im südlichen Bereich ist ein Teilstück mit Tragschicht und Randeinfassungen soweit fertig gestellt.

Bürgermeister informiert die Wonfurter Gemeinderäte

In diesem Zusammenhang informierte Bürgermeister Holger Baunacher die Gemeinderäte, dass es bereits Interessenten für Grundstücke im erweiterten Gewerbegebiet gibt. Sobald die Verhandlungen zu spruchreifen Ergebnissen geführt haben, werden die Vorhaben in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vorgestellt, so Baunacher. Außerdem wurde durch das Gremium die Kläranlage und der Bauhof besichtigt.

In der weiteren Sitzung im Rathaus ging es unter anderem um die Entwässerung des geplanten Baugebietes "Schelmshecke" im Ortsteil Steinsfeld. Dabei ging auch Hans-Joachim Brandt vom Büro SRP Schneider & Partner auf technische Fragen der Gemeinderatsmitglieder ein. Bürgermeister Baunacher nannte die voraussichtlichen Kosten für verschiedene Varianten, die nach einer Voruntersuchung ausführbar wären.

Variante "Wedelweg" mit den geringsten Kosten

Als wohl annehmbare Variante stellte sich der Anschluss des Kanals über den Wedelweg heraus. Hier werden die Kosten auf 275 000 Euro geschätzt. Eine andere Variante mit einem Rohrvortrieb über ein Privatgrundstück würde Kosten in Höhe von circa 353 000 Euro verursachen und ein Anschluss über die Schenkelgasse sogar 400 000 Euro.

Gemeinderat Wolfgang Thein zeigte sich besorgt, sollte die Entwässerung des neues Baugebietes über den Wedelweg erfolgen. Nach Theins Worten kam ein Anwohner auf ihn zu, der am südlichen Ende des Wedelwegs wohnt und schon jetzt bei stärkerem Niederschlag Wasser in seinem Keller habe. Der Steinsfelder Gemeinderat sah somit die Gefahr, dass bei einem zusätzlichen Aufkommen von Abwasser aus dem Baugebiet auch andere Anwohner der Straße betroffen sein könnten.

Hans-Joachim Brandt entgegnete, dass grundsätzlich keine Verschlechterungen im Kanal zu erwarten seien. Der Diplom-Ingenieur sagte, dass die Überflutung im Keller des einzelnen Anwesens eine ganz einfache Ursache haben kann. Nach dem Bemessungsregen, die ein Kanal vertragen müsse, komme es nach seinen Berechnungen nicht zu einem Überstau. Dem Anwohner wird empfohlen, eine Kanalinspektion auf seinem Grundstück vornehmen zu lassen.