Es ist wohl alles schon einmal geschrieben worden über die "Carmina Burana", diese dem 11. und 12. Jahrhundert entstammenden Lieder aus dem Kloster Benediktbeuren, in der Vertonung von Carl Orff. Viel hörenswerter als darüber zu lesen sind die Gesänge, die der Komponist Mitte der neunzehnhundertdreißiger Jahre in einer szenischen Kantate zusammengefasst hat und in der jede Nummer ein Ohrwurm ist.

Trunkene Feste und der Kirchentag

Die Huldigung der Schicksalsgöttin Fortuna, dazwischen Spottlieder und Gesänge, die von Frühling, Liebe und von ausgelassenen, trunkenen Festen handeln, am Vorabend des Unterfränkischen Kirchentages - wie passt das zusammen? Tatsächlich hatte auch Dekan Jürgen Blechschmidt zu Beginn der Probenphase von "Kirchenmusik in den Hassbergen" gesagt: "Eigentlich glauben wir ja an etwas anderes als an die Schicksalsgöttin." Aber es sei so ein