Stücks aus der Renaissance über Barock bis hin zu Werken Piazzollas standen im Mittelpunkt eines Benefizkonzertes in der St.-Matthäus-Kirche in Breitbrunn, dessen Reinerlös für die Renovierung des Kirchturmes gedacht war. Gestaltet wurde es von den beiden Geschwistern Milena und Justus Böhm sowie Dominik Schramm, wobei die beiden letzteren Musikstudenten am "Mozarteum" in Salzburg sind.

Der Kontrabass, mit dem Musikstudent Justus Böhm schon seit frühester Jugend vertraut ist, ist eigentlich weniger als Soloinstrument bekannt. Bei dem Konzert zeigte Justus Böhm allerdings, wozu dieses Instrument alles imstande ist. Gleich zu Beginn präsentierte er dabei ein Stück, das Standard bei Probespielen ist, und die ganze Palette von einem langsamen Satz bis hin zu schnellen Läufen beinhaltete.


Die Basis

Der Kontrabass als größtes und tiefstes Instrument aus der Familie der Geigen oder Violinen geht auf das 16. Jahrhundert zurück, aber in seiner heutigen Form gibt es ihn erst seit gut 80 Jahren. Heute bietet sich dem Kontrabassisten ein weites Einsatzgebiet vom Sinfonieorchester bis hin zu kleinerer Formationen wie im Jazz.
Harmonisch ist er natürlich weiterhin das Grundgerüst für ein Orchester und hier die Basis für die Melodieinstrumente.

Als ein solches präsentierte Milena Böhm ihr Violincello, das nicht nur im Orchester eingesetzt wird. Sie stellte es auch solistisch in einem wunderbaren Cello-Sound vor. Wie vielseitig Milena Böhm ist, zeigte sie auch mit ihrer klaren Sopran-Stimme in ihren Liedbeiträgen.

Als dritter im Bunde spielte Dominik Schramm, ebenfalls Musikstudent am Mozarteum in Salzburg, auf seiner Gitarre in diesem Trio mit. Die jungen Künstler erhielten viel Beifall von den Konzertbesuchern für ihre konzertanten Beiträge.