Wie bereits in vielen anderen Kommunen führte der Erlass einer neuen Verordnung über das Verbrennen von holzigen Gartenabfällen auch im Gemeinderat Knetzgau bei der jüngsten Sitzung zu einer ausgiebigen Diskussionsrunde. Die bayerische Staatsregierung hat eine Verordnung erlassen, wonach es ab sofort verboten ist, holzige Gartenabfälle innerorts zu verbrennen. Zweiter Bürgermeister Bernhard Jilke, der den Vorsitz der Gemeinderatssitzung inne hatte, bekräftigte, dass er schon im Jahr 2012 gegen diese Verordnung gestimmt habe. Jetzt könne man das Ganze leider nicht mehr kippen.


Verordnung kommt kurzfristig

Die neue Verordnung führte zu Verwunderung und großer Verärgerung im Gremium. Denn bisher war es erlaubt, in der Zeit von 1. März bis 30. April und von 1. Oktober bis 30. November jeden Jahres holzige Gartenabfälle im Hausgarten zu verbrennen.

Durch die Luftreinhalteverordnung besteht diese Möglichkeit ab sofort nicht mehr. Künftig dürfen nur noch pflanzliche Abfälle aus Privatgärten und Parkanlagen außerhalb der im Zusammenhang bebauten Gemeindeteile und nur auf den Grundstücken, auf denen sie angefallen sind, verbrannt werden. Dass das Verbrennen auf diesen Grundstücken beim Landratsamt anzuzeigen ist, stieß ebenfalls dem einen oder anderen Gemeinderat übel auf.


Dritten Container angeregt

Aus den Reihen der Gemeinderäte wurde angestoßen, mindestens noch einen dritten Container am Wertstoffhof aufzustellen. Vorgebracht wurde auch, dass man seitens der Gemeinde einen mobilen Häcksler anschaffen könnte. Es besteht nach wie vor die Möglichkeit, größere Mengen an Grünschnitt gegen ein Entgelt in Mariaburghausen abzugeben, worauf Jilke verwies. Nach Austausch der Meinungen wurde der Beschluss, die bisherige gemeindliche Verordnung aufzuheben, mit 13:6 Stimmen angenommen.

Das Thema Beitritt zum "Zweckverband Fundtiere Haßberge" wurde bereits in einer der letzten Sitzungen informativ behandelt, wie stellvertretender Bürgermeister Bernhard Jilke erläuterte. Dabei ging es vor allem um Fragen zur Pacht und zum Bertreibervertrag. Jilke ging auf den Sachverhalt ein.

Für den Bau des Tierheimes, das auf Knetzgauer Flur gebaut wird, zahlen die Gemeinden einen einmaligen Baukostenbeitrag von 11,90 Euro je Einwohner. Für Knetzgau belaufen sich die Kosten auf rund 76 000 Euro. Die verbleibenden ungedeckten Baukosten trägt der Landkreis.


Kostenpauschale wird festgelegt auf einen Euro

Für den laufenden Betrieb wurde eine jährliche Kostenpauschale der Gemeinden in Höhe von einem Euro je Einwohner festgelegt. Es war beabsichtigt, die Pauschale wie in der Vergangenheit mit der Kreisumlage zu erheben. Diese Bedingungen hat der Gemeinderat in der Sitzung vom 22. April 2014 anerkannt. Da die Fundtierbetreuung aber keine Aufgabe des Landkreises ist, war es erforderlich, dass die beteiligten Städte und Gemeinden einen Zweckverband gründen. Das Eigentum des Tierheimes geht dann auf den Zweckverband über. Dieser schließt einen Pacht- und Betreibervertrag mit der Tierschutzinitiative Haßberge.


1,20 Euro pro Einwohner

Der Finanzbedarf wird vom Zweckverband jährlich bei der Haushaltsplanung ermittelt und auf die Verbandsmitglieder umgelegt. Da auch Verwaltungskosten anfallen, wird die jährliche Umlage auf 1,20 Euro je Einwohner und Jahr erhöht. Die jährliche Verbandsumlage beläuft sich für die Gemeinde Knetzgau auf rund 7800 Euro. Mit zwei Gegenstimmen hat der Gemeinderat beschlossen, dem Zweckverband beizutreten.


Weitere Punkte in der Sitzung

Bürgerbus Barbara Hein brachte vor, dass sich viele ältere Bürger beschwert hätten, dass sie für die Fahrt im Bürgerbus bezahlen müssten. Bernhard Jilke stellte klar, dass es eine Überlegung der Gemeinde gewesen sei, einen neuen Bus anzuschaffen. Dafür habe man eine Umfrage bei den Benutzern des Bürgerbuses gestartet, sich finanziell an den Kosten zu beteiligen (50 Euro Kosten im Jahr oder pro Fahrt einen gewissen Obolus). Die Umfrage sei allerdings negativ ausgefallen. Seitens der Gemeinde wird der bisherige Bürgerbus auch weiterhin kostenfrei im Einsatz bleiben.

Diverses Stefan Seubert hat sich nach dem Sachstandsbericht für das anfallende Abwasser bei Regen an der Mainleite erkundigt. Fred Schmalz ermahnte, die Straßenreparaturen in Knetzgau und den Gemeindeteilen mit Nachdruck im Sommer anzugehen. Mark Zehe erkundigte sich nach dem Sachstandbericht für die Sportanlagen an der Dreiberg-Schule in Knetzgau. Dies werde laut Kämmerer Marco Depner mit einem extra Förder-Programm für 2018 angegangen. Robert Beetz monierte den behindertengerechten Eingang an der Pfarrkirche in Knetzgau. Susanne Haase-Leykam regte an, eine Geschwindigkeitsanzeige anzubringen, wenn die Kinder in ihr saniertes Schulhaus in Knetzgau einziehen. Michael Melber erkundigte sich nach der Kommunalen Parküberwachung. Zudem regte er an, Mikrofone für die Gemeinderäte bei den Sitzungen für eine bessere Akustik anzubringen.