Um ihre gute Ausgangsposition im Führungs-Trio nicht zu gefährden, wollen sich die Sander auf keinen Fall von den Gästen Punkte abknöpfen lassen. Gegen die beiden Aufstiegskonkurrenten DJK Bamberg und TSV Abtswind war der Tabellenzweite FC Sand stark gefordert. Beide Male erreichte er dank guter Einstellung und starker kämpferischer Leistungen jeweils eine Punkteteilung.

Nun aber kehrt beim FC Sand wieder der Liga-Alltag ein, und da hebt Trainer Bernd Eigener warnend den Zeigefinger: "Gewonnen ist noch gar nichts. Meisterschaft und Relegationsteilnahme werden in den restlichen neun Spielen entschieden. Gibt man auch nur einen Tick nach und schludert gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner, ist man ruck-zuck aus dem Rennen".

Hundertprozentige Einstellung und Disziplin gefragt

Damit das nicht passiert, fordert Eigner von seiner Mannschaft weiterhin hundertprozentige Einstellung
und Disziplin. "Nach den Mühen der bisherigen Saison dürfen wir uns nicht selbst um den Lohn unserer Anstrengungen bringen. Ab jetzt ist jedes Spiel für uns ein Endspiel. Jeder einzelne Spieler muss wissen, um was es geht."

Mit Bayern Kitzingen (13. Platz/25 Punkte) stellt sich im Seestadion eine sehr unbequeme Mannschaft vor, mit der die Sander schon im Vorrundenspiel schlechte Erfahrungen machten. In Unterzahl hatte die Eigner-Truppe in Kitzingen große Mühe, zu einem 1:1 zu kommen. "Das war damals unsere bisher schlechteste Saisonleistung. Diesbezüglich haben wir diesmal noch etwas gutzumachen", sagt der Sander Trainer.

Nicht ungestüm anrennen

Ein Fehler wäre es, die Kitzinger nach ihrer 0:6-Niederlage in Bamberg zu beurteilen. Zuvor gewannen sie nämlich ihr Heimspiel gegen Neustadt/Aisch klar mit 2:0 und erkämpften sich am letzten Spieltag gegen den Würzburger FV II ein hochverdientes 1:1. Die besten Torschützen der heutigen Gäste sind ihr wuchtiger Mittelstürmer Daniel Endres mit zehn Treffern und Simon Pauly (6), der auch schon in Diensten des FC Sand stand.

"Wir dürfen den Kitzingern keine Luft zum Atmen gönnen, sondern müssen sie vom Anpfiff weg niederkämpfen", ist die Parole von Bernd Eigner. Er warnt seine Spieler allerdings davor, sich nur blindlings nach vorne zu orientieren und sich durch vernachlässigte Abwehrarbeit Konter einzufangen. Insgesamt ist der Coach jedoch zuversichtlich, dass sein Team den heutigen Gegner "packen" kann.

Die Sander Heimstärke gibt Zuversicht

Der Optimismus von Eigner ist nicht unbegründet. Gegen Abtswind und Bamberg warfen seine Spieler alles an kämpferischer Leistung in die Waagschale, was sie hatten. Wenn die Sander mit dem gleichen Engagement gegen Kitzingen zu Werke gehen, müssten die drei Zähler im Seestadion bleiben. Ein weiterer Grund für das Vertrauen in die Sander Mannschaft ist, dass sie bisher alle Heimspiele, außer dem 2:2 gegen DJK Bamberg zuletzt, siegreich beendet hat.

Im Sander Spielerkader gibt es keine großen Veränderungen. Sven Wieczorek sitzt noch seine dreiwöchige Rotsperre ab. Dagegen ist Florian Pickel wieder mit von der Partie. Ein Fragezeichen gibt es bei Dominik Leim, der nur Lauftraining absolvierte. Nach Verletzungen wieder an den Kader herangeführt werden Dominik Rippstein und Dinis Ribeiro.

"Wir müssen jedes der noch ausstehenden Spiele mit professioneller Aggressivität und höchster Motivation angehen. Zu keinem Zeitpunkt dürfen wir einen Gegner unterschätzen. Für die heutige Aufgabe gegen Bayern Kitzingen gilt zusätzlich, dass das Vorrundenspiel für uns Warnung genug ist", sagt der Sander Trainer.