Vier Spiele noch, dann ist für den FC Sand die Saison in der Fußball-Landesliga Nordwest beendet. Bevor sie danach zweimal auf fremden Plätzen antreten, möchten die "Schwarz-Weißen" am heutigen Samstag ihrem eigenen Publikum guten und erfolgreichen Fußball zeigen. Gegner im vorletzten Heimspiel ist der TuS Frammersbach.

"Bei unserem Auswärts-Trip in Kahl wurden wir unter Wert geschlagen. Auch wenn die Kahler die bessere Mannschaft mit dem größeren Siegeswillen waren, war unsere 5:1-Niederlage einfach zu hoch. Spielerisch konnten wir mit ihnen jederzeit mithalten. Vor dem Tor zeigten sie sich aber bissiger und konsequenter als wir. Da merkte man, dass Kahl unbedingt aufsteigen will und für uns die Saison so gut wie gelaufen ist", so der Sander Trainer Erwin Albert rückblickend auf das jüngste Spiel seiner Mannschaft.


Der Gast Frammersbach braucht noch Punkte

Die Niederlage hat man beim FC Sand bereits abgehakt. Das Team konzentriert sich nun auf das Heimspiel gegen den TuS Frammersbach, das bestimmt kein Selbstläufer wird. Dass die Albert-Schützlinge diesmal als Sieger vom Platz gehen wollen, daran lassen Rinbergas & Co. allerdings auch keinen Zweifel.

Während der FC Sand (5. Platz / 45 Punkte) unbekümmert in die Begegnung gehen kann, muss sich der TuS Frammersbach (13./34) schon noch ein paar Gedanken machen. Die heutigen Gäste haben gerade mal einen Zähler Vorsprung vor den Abstiegs-Relegationsplätzen. Um Entscheidungsspiele zu vermeiden, werden die Frammersbacher, die ihr letztes Heimspiel gegen DJK Bamberg mit 0:1 verloren, zuvor aber bei den FT Schweinfurt (3:2) und gegen Kitzingen (3:0) siegten, im Seestadion um jeden Meter Boden kämpfen.

Herausragende Spieler bei den lauf- und kampfstarken Gästen sind Dominik Bathon (zwölf Saisontreffer) und Christian Huth (acht). Doch mit Markus Fischer haben die Gäste auch einen ausgezeichneten Torhüter. "Wir dürfen unseren Gegner nicht ins Spiel kommen lassen", weiß Erwin Albert. Er fordert seine Mannschaft dazu auf, den Frammersbachern keinen Spielraum zu lassen, sondern bereits bei der Ballannahme zu stören. "Wir müssen konsequenter als in Kahl in die Zweikämpfe gehen und sie auch gewinnen. Dann gewinnen wir auch das Spiel", so seine Marschroute.

Drei Mann wieder dabei

Mit Florian Gundelsheimer, Sebastian Götz, Stefan Krines und Bernd Pankratz fallen beim FC Sand weiterhin vier wichtige Stammspieler aus. In den Spielerkader zurückkehren jedoch die zuletzt erkrankten Dinis Ribeiro, Jan-Michael Derra und Matthias Hoff, so dass doch wieder ein paar Alternativen mehr zur Verfügung stehen.
"Wir müssen unserem eigenem Publikum durch guten Fußball beweisen, dass die 5:1-Niederlage in Kahl nicht dem tatsächlichen Spielverlauf entsprach.

Allerdings müssen wir auch zielstrebig nach vorne spielen und den Torerfolg wollen", fordert Erwin Albert. Aus eigener Erfahrung als früherer Torjäger führt er weiter an: "Ballgeschiebe im Mittelfeld allein, das hat man bei Bayern München gesehen, bringt nichts. Fußballspiele werden durch Tore entschieden." Eindringlich warnt der Sander Trainer seine Mannschaft davor, den Gegner zu unterschätzen. Die jüngsten Spiele würden zeigen, dass sich der TuS Frammersbach heftig dagegen wehrt, in die Relegationsränge abzurutschen. "Es wird bestimmt kein einfaches Spiel für uns. Aber wir spielen auf eigenem Platz und wollen gewinnen", stellt der Trainer klar.