Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde ab Mitte Januar ist perfekt. Druck, weitere Punkte einfahren zu müssen, herrscht kurz vor den Festtagen demnach nicht. Gleichwohl wollen die "Hawks" des ESC Haßfurt (1./41 Punkte) in den letzten beiden Partien 2019 weiter siegen. Vor allem im Heimspiel am Sonntag (18.30 Uhr) gegen die SE Freising (10./16). Und beim Verfolger ERSC Amberg (2./39) am Freitag (20 Uhr) sollen laut Volker Hartmann "auch keine vorweihnachtlichen Geschenke" verteilt werden. ERSC Amberg - ESC Haßfurt Dem Haßfurter Trainer ist bewusst, welche Aufgabe auf den ESC am Freitag zukommt. "Amberg ist für mich, was ich schon vor Saisonbeginn gesagt habe, der absolute Ligafavorit. Wir haben das erste Aufeinandertreffen knapp mit 6:5 gewonnen, was aber nichts zu sagen hat", rechnet er mit einem "Sturmlauf vor vielen Zuschauern. Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass meine Jungs nicht nur an, sondern vermutlich über ihren Grenzen gehen müssen, um zu bestehen."

Und warum? "Amberg kann mit einem Sieg über uns schon die Tabellenspitze übernehmen. Das wäre sicher ein schönes Weihnachtsgeschenk für ihre Fans, doch wir wollen natürlich ebenso an der Spitze bleiben, um auch während der Festtage die Liga anzuführen." Tatsache ist, dass die Oberpfälzer zwar zwei Punkte hinter Haßfurt liegen, dafür aber auch zwei Partien im Rückstand sind. Die enorm heimstarke Mannschaft von Trainer Dan Heilmann, die nur gegen Bayreuth patzte (5:6 nach Verlängerung), ist also im Vorteil. Wenn die beste Verteidigung der Liga (Amberg, 37 Gegentreffer) auf den besten Sturm (Haßfurt, 131 Tore) trifft oder die Mannschaften mit den wenigsten Niederlagen (2/3) sich gegenüberstehen, dann dürfen sich alle Beteiligten wieder auf eine packende Begegnung freuen: die "Wild Lions" siegten zuletzt zu Hause mit 5:4. ESC Haßfurt - SE Freising "Ganz klar einen Dreier" fordert Hartmann dagegen im vorletzten Heimspiel dieser Punkterunde am Sonntag gegen die "Black Bears" der SE Freising, für die das Thema Play-off nach zwölf Niederlagen in 17 Partien bereits seit längerem keines mehr ist. Ihren einzigen Auswärtserfolg feierten die Münchner Vorstädter in Trostberg (5:2). Hinzu kommt ein Punkt bei der knappen 2:3-Penalty-Niederlage beim VER Selb 1b. Doch trotz des 10:2-Erfolgs im Hinspiel in Freising warnt Hartmann vor Überheblichkeit. "Eigentlich können wir uns nur selbst schlagen. Ich erwarte deshalb, dass der Gegner so ernst genommen wird, als stünde er direkt hinter uns. Ich habe kurz vor Weihnachten keine Lust auf eine böse Überraschung", schwört der Bayreuther sein Team deshalb ein, noch einmal "alles für den Heimsieg" zu geben. "Danach können sie ja ihre Füße mal für längere Zeit hochlegen." Am Sonntag, 5. Januar, geht es gegen Bayreuth 1b. ESC Haßfurt: Jung, Martin Hildenbrand - Hora, Stahl, Masel, Marx, Breyer - Hornak, Stach, Kohl, Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer

Petr Krepelka besucht seine "Hawks"

Petr Krepelka, der sich vor nunmehr 23 Monaten bei einem Spiel in Freising den fünften Rückenwirbel gebrochen hat und seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist, besucht am Sonntag wieder einmal seine ehemaligen Teamkollegen. Wenn die Haßfurter "Hawks" ihr vorletztes Heimspiel in der Vorrunde ausgerechnet gegen die SE Freising bestreiten, ist der junge Tscheche nach längerer Zeit wieder einmal zu Gast im Stadion am Großen Anger.

"Wir freuen uns riesig", betont der Sportliche Leiter des ESC, Martin Reichert, stellvertretend für den gesamten Verein, und beantwortet gleich die wichtigste Frage: "Es geht ihm so weit gut." Demnach habe der 24-Jährige einstige Topscorer kürzlich eine weitere Reha-Maßnahme beendet. "Wir hoffen natürlich alle auf weitere Fortschritte. Ich bin der festen Überzeugung, dass die positive Lebenseinstellung von Petr früher oder später zu weiteren Erfolgen führen wird", sagt Reichert, der nach wie vor in Kontakt mit der Familie Krepelka steht.

Tatsache ist, dass Krepelka sich "sehr auf den Besuch in Haßfurt freut. Und ich freue mich sehr, wenn ihm viele Fans kurz vor Weihnachten einen tollen Empfang bereiten. Petr gehört nach wie vor zu unserer Mannschaft", sagt Reichert.