Die Mannschaft aus dem Erlanger Umland, die als Meister der Bezirksliga Mittelfranken in die Landesliga aufgestiegen ist, ist trotz ihres bisher noch nicht optimalem Abschneidens nicht zu unterschätzen. Die Ziele sind klar: Der FC Sand will den fünften Sieg im fünften Saisonspiel und weiter ohne Gegentor bleiben.

Dank einer sehr starken ersten Halbzeit gegen den TuS Frammersbach und zweier Treffer des Torjägers Peter Heyer gelang dem FC Sand der Sprung an die Tabellenspitze. "Als Tabellenführer wird man von der ganzen Liga gejagt. Aber wir sind nun mal vorne, und diese Position wollen wir so schnell nicht wieder hergeben", sagt der Sander Trainer Bernd Eigner. Mit dem Baiersdorfer SV (17. Platz/ 1 Punkt) ist eine weitgehend unbekannte Mannschaft zum ersten Mal zu Gast im Seestadion. Zwar holten die Baiersdorfer erst einen Punkt, den aber mit 2:2 beim Aufstiegsanwärter TSV Abtswind, wobei die Baiersdorfer bis zur 75. Minute mit 2:0 vorne lagen.
Für den FC Sand ist dies eine Warnung.

Mit breiter Brust

Eigner motiviert seine Mannschaft mit den Worten: "Wir werden unseren Gegner, der große Qualitäten hat, auf gar keinen Fall unterschätzen. Vom Anpfiff weg müssen wir den richtigen Schlüssel für die Begegnung finden und dürfen die Gäste erst gar nicht zu ihrem Spiel finden lassen. Wir haben Heimrecht und sind Tabellenführer. Das muss uns das Selbstvertrauen geben, mit breiter Brust aufzutreten".

Gegen den TuS Frammersbach sah man in der ersten Halbzeit einen sehr starken FC Sand, der herzerfrischenden Fußball spielte. Im zweiten Spielabschnitt schalteten die Sander aber einige Gänge zurück. "Eine 1:0- oder 2:0- Führung ist manchmal schnell verspielt", sagt Bernd Eigner. "Ich hätte mir als Dank an die vielen Zuschauer auch gewünscht, dass unsere Mannschaft noch ein drittes oder viertes Tor nachgelegt hätte. Aber man muss ihr auch einmal eine etwas schwächere Phase zugestehen, denn unser ständiges Angriffsspiel ist schon kraftraubend. Wichtig ist, dass wir gegen Baiersdorf wieder voll zur Sache gehen."

Thorsten Schlereth und Andre Karmann fallen länger aus

Trotz aufkeimender Euphorie gibt es im Sander Lager auch ein paar Wermutstropfen. Dies betrifft besonders die Verletzten-Liste, hier Thorsten Schlereth und Andre Karmann, die mit Rippenprellung bzw. Knieproblemen wie Dinis Ribeiro (Kreuzbandriss) für längere Zeit ausfallen werden. Fraglich ist auch, ob Florian Gundelsheimer und Stefan Krines dabei sein können. "Unser Kader wird immer enger. Wir sind aber immer noch in der Lage, eine Mannschaft auf den Platz zu schicken, die in der Lage ist zu gewinnen", so Eigner.