Ist nach insgesamt 328 Spielen wirklich ungeplant Schluss? Tatsache ist, dass der langjährige Publikumsliebling David Franek unmittelbar nach dem 3:2-Penaltysieg der Haßfurter "Hawks" gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm am Freitagabend suspendiert wurde. Vorausgegangen waren "größere Differenzen " zwischen Trainer Volker Hartmann und dem Routinier, der vor wenigen Tagen seinen 35. Geburtstag feierte.

"Er hat bereits während der Partie massiv Kritik geäußert, die ich so nicht dulden kann", bestätigte Hartmann die verbale Auseinandersetzung, die er dann mit Franek in der zweiten Drittelpause in seiner Trainerkabine klären wollte. "Ich habe mehr Respekt eingefordert, was er aber nicht einsehen wollte", bestätigte Hartmann die Trennung. "Er hat mich einfach respektlos kritisiert und auf seine Meinung beharrt. Die Art und Weise geht einfach nicht", machte Hartmann, der auch "von anderen Vorfällen in der Vergangenheit" berichtet, deutlich. "Man kann über alles sprechen. Aber so geht es einfach nicht", fügte der Bayreuther hinzu, ohne auf Details einzugehen. Nur soviel: "Wir mussten jetzt einfach eine Grenze auch gegenüber den anderen Spielern ziehen." Sportlicher Leiter Martin Reichert, der bei dem Zwist zwischen Hartmann und Franek nicht selbst dabei war, wolle seitens des Vereins mit dem langjährigen Topscorer unterdessen am Montag noch ein Gespräch führen.

Erst im Penaltyschießen sicherte Michal Babkovic, nachdem nach abgelaufenen 60 Minuten ein dickes 2:2 an der Anzeigetafel geprangt und sich auch in der fünfminütigen Verlängerung nichts mehr Zählbares ergeben hatte, den Zusatzpunkt für seine Mannschaft. Das war ärgerlich, schließlich lagen die Hausherren bis zehn Minuten vor der Schlusssirene noch mit 2:1 in Führung durch die zwei Treffer von Michael Breyer (9., 16.), ehe ausgerechnet ein Abwehrpatzer des ansonsten starken Neuzugangs Domantas Cypas den Ausgleich durch Ulms Peter Ceslik ermöglichte (50.). Darüber ärgerte sich Haßfurts Trainer Volker Hartmann zwar, Vorwürfe gab es jedoch keine. "Das war freilich ein dummer Fehler, der als letzter Mann eigentlich nicht passieren darf. Aber es passiert halt leider manchmal, und so ein Gegner bestraft fast jeden Fehler. Das muss er so schnell wie möglich wegstecken." Vom Eröffnungs-Bully an hatten die 454 Zuschauer, darunter auch einige Schlachtenbummler der "Devils", eine rasante und sehenswerte Partie verfolgen dürfen.