Für die Eberner Handballer stehen in der Bezirksoberliga Oberfranken an den beiden kommenden Wochenenden die wohl schwersten Aufgaben der Spielzeit an. Sie treffen frei nach dem "Back-to-back"-Prinzip des amerikanischen Profisports binnen sechs Tagen zweimal auf den haushohen Meisterschaftsfavoriten HG Kunstadt. Den Beginn macht dabei das Heimspiel am Samstag um 18 Uhr in der Eberner Dreifachturnhalle.

Doch vielleicht sind diese beiden Spiele für das Eberner Team auch die leichtesten Aufgaben der Saison, denn zu verlieren haben die Spieler um Sebastian Görtler in diesen Partien David gegen Goliath rein gar nichts. Die HGK ließ bereits vor der Spielzeit aufhorchen, als sie mit Johan Andersson einen gestanden Profi des HSC Coburg zum neuen Spielertrainer erkor und dieser neben Kreisläufer Brungs auch noch den ehemaligen Nationalspieler Hajck Karapetjan mitbrachte. Dass in Kunstadt dabei eine andere finanzielle Unterstützung als beim Rest der Liga die Erfolge sichert, ist ebenso offensichtlich wie die Zielsetzung der Gäste für diese Saison. Nach zwei verpassten Anläufen soll in diesem Jahr unbedingt der Landesligaaufstieg realisiert werden.


Namhafte Besetzung

Um dies zu erreichen, hat Andersson neben den genannten Neuzugängen auch zahlreiche weitere starke Spieler wie die Oester-Brüder oder Ex-Profi Lakiza im Kader. Auch im Tor wartet mit Swoboda und vor allem Alex Kießling das wohl beste Torhüterduo der Liga auf die Eberner Angreifer.
Doch muss man auch festhalten, dass die HG Kunstadt in diesem Jahr ihren Worten bislang auch Taten folgen lässt. Alle Spiele gestaltenen die Gäste bislang siegreich und gewannen unter anderen beim direkten Konkurrenten in Bayreuth oder die schwere Auswärtspartie in Marktleuthen. Richtig aufhorchen ließ der Tabellenführer vor allem vor drei Wochen mit einer bärenstarken Leistung gegen Landesligaabsteiger Rödental, als er mit 29:22 die Punkte souverän gewann und zeigte, was in ihm steckt.

Dennoch werden die Eberner sich am Samstag nicht kleiner machen, als sie sind. In der vergangenen Saison gelang es dem TVE im Heimspiel sogar, den hohen Favoriten lange Zeit richtig zu ärgern, bis sich die individuelle Klasse und Qualität der HGK durchsetzte. Entscheidend wird sicherlich sein, dass die Eberner die dreiwöchige Spielpause schnell hinter sich lassen und von Beginn wach und konzentriert bei der Sache sind. Auch wollen sie sich auf die eigenen Stärken besinnen und ihre Schnelligkeit ausspielen, sowohl im Tempogegenstoß als auch im Positionsangriff.

Personell sieht es allerdings nicht gut aus für das anstehende letzte Heimspiel des Jahres 2017. Mit Dürrbeck, Hippeli und Haberl sind drei Rückraumstützen bereits sicher nicht dabei. Zudem hat Feldmann in den vergangenen Wochen aufgrund einer Schulterverletzung nicht trainiert und droht ebenfalls auszufallen.