"Viel Glück" habe aus seiner Sicht "sicher auch mitgespielt". Dazu ein glänzender Rückhalt Timo Jung. "Letztlich war es dann souverän und somit auch verdient." Für Angreifer Matthias Kohl geht der 7:2-Sieg der "Hawks" des ESC Haßfurt über den EV Dingolfing in der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga vor allem wegen der kämpferischen Leistung in den ersten 40 Minuten sowie des sehr starken Schlussdrittels nach zuvor drei Niederlagen "völlig in Ordnung." Ebenso wie für Trainer Volker Hartmann, der im Vorfeld nur einen Sieg gefordert hatte - wenn notwendig, auch "einen dreckigen". ESC Haßfurt - EV Dingolfing 7:2

(2:1, 1:0, 4:1) Nun, ganz so "unsauber" war der erste "Dreier" nicht. "Es war zwar nicht der schönste Sieg, denn wir haben uns lange Zeit schwer getan", räumte der Bayreuther ein. "Aber hintenraus haben wir doch noch die Tore gemacht. Er war alles in allem verdient."

Wahrlich bekamen die 436 Zuschauer im Stadion am Großen Anger, hörbar leiser als in den Wochen zuvor, von ihrer Mannschaft in erster Linie Kampf zu sehen und auch viele individuelle (Abspiel-)Fehler. Was zwei Tage nach der 3:10-Klatsche in Buchloe nicht sonderlich verwunderte. Aber der Einsatz stimmte gegen die "Isar Rats", die ebenfalls mit einem noch leeren Guthabenkonto an den Main gekommen waren und ebenfalls unbedingt ihren ersten Sieg einfahren wollten. Dementsprechend engagiert gingen EV-Spielertrainer Bill Trew & Co. von Beginn an zu Werke sowie durch David Michel in Führung (6. Minute). Doch die "Hawks", die neben Alexander Stahl und Christian Dietrich am Sonntag auch weitestgehend David Franek ersetzen mussten (der Angreifer erlitt in Buchloe eine schmerzhafte Rippenprellung und ging nur sporadisch bei eigener Überzahl aufs Eis), ließen sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen.

Die passende Antwort hatte Jan Trübenekr bereits 47 Sekunden nach dem Rückstand, als er einen Alleingang mustergültig zum 1:1 abschloss. Daniel Hora behielt wenig später nach einem unübersichtlichen Gestochere vor dem Dingolfinger Gehäuse die Übersicht und der Puck landete zum 2:1 zwischen den Pfosten (9.). Sicher ging es auch im weiteren Verlauf hartumkämpft zu. Sicher hatten auch die Niederbayern zahlreiche gute Tormöglichkeiten. Der Wille, nach dem katastrophalen Start mit drei Niederlagen endlich die Oberhand zu behalten, war bei den "Hawks" aber ausgeprägter.

Der glänzend aufgelegte Torwart Timo Jung trug mit vielen Glanzparaden seinen Teil bei. Tatsache ist, dass der erste "Dreier" nach dem einzigen Treffer im Mitteldrittel durch Michael Stach zum 3:1 (30.) und dem 4:1 durch Timo Zürcher nach einen tollen Konter zu Beginn des Schlussabschnittes (44.) auch dank der wesentlich besseren Defensivarbeit als in den letzten Wochen in Reichweite war. Wie gut für die Haßfurter Puckjäger, dass sie sich vom 2:4-Anschluss (Torschütze für Dingolfing war erneut David Michel, 49.) nicht aus der Ruhe bringen ließen. Jan Trübenekr (52.) und Michal Babkovic mit einem Doppelpack (54., 60.) brachten den deutlichen Heimerfolg über die Ziellinie. "Endlich mal ein Spiel mit dem nötigen Kampf, ohne den es in dieser Runde nicht geht", befand der Sportliche Leiter Martin Reichert.

"Drei Punkte sind für die Köpfe enorm wichtig", schnaufte Hartmann nach der Schlusssirene durch. Die Mannschaft bekam für ihre Defensivarbeit ein Sonderlob. "Wir haben nur zwei Gegentore bekommen. Das war auch einmal schön zu sehen, dass man etwas mehr Stabilität hat. Dass haben die Jungs heute wirklich gut gemacht." ESC Haßfurt: Jung, Hildenbrand - Hora, Thebus, Masel, Marx, Breyer - Hornak, Stach, Persch, Kohl, Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Zürcher, Kratschmer / SR: Wittmann, Feist, Zwingel / Zuschauer: 436 / Tore für Haßfurt: 0:1 (6.) Michel (Bilek, König), 1:1 (6.) Trübenekr (Babkovic (Marx), 2:1 (9.) Hora (Hornak, Masel), 3:1 (30.) Stach (Masel, Hora), 4:1 (44.) Zürcher (Trübenekr, Hornak), 4:2 (49.) Michel (Bilek), 5:2 (52.) Trübenekr (Zürcher, Marx), 6:2 (54.) Babkovic (Hora) 5-4, 7:2 (60.) Babkovic / Strafzeiten: Haßfurt 12 / Dingolfing 16 + 10 für Simbeck