"Wir waren heute die bessere Mannschaft", freute sich der Sportliche Leiter des ESC Haßfurt, Martin Reichert. Und die im "Löwenkäfig" des ERSC Amberg am stürmischen Sonntagabend gezeigte Überlegenheit drückte sich - wenn auch nicht so oft, wie es möglich gewesen wäre - in Form von Toren aus. Mit 4:2 siegten die Haßfurter "Hawks" verdient und sicherten sich weitere drei Punkte in der Aufstiegsrunde der Eishockey-Landesliga - die ersten auswärts. Damit bleiben sie im Rennen um die Halbfinalspiele.

Landesliga, Aufstiegsrunde

ERSC Amberg - ESC Haßfurt 2:4

(0:1, 0:2, 2:1) "Wir hätten meiner Meinung nach schon früher und höher führen müssen", analysierte Reichert den zweiten Erfolg der "Hawks" im Amberger Stadion "Am Schanzl" in dieser Saison nach dem 8:6-Sieg in der Vorrunde kurz vor Weihnachten. "Leider", so Reichert, "lassen wir momentan noch zu viele Chancen liegen." Dass es trotzdem für den angestrebten "Dreier" reichte, lag auch an der guten Abwehrarbeit und dem sicheren Rückhalt Timo Jung im ESC-Gehäuse. Immerhin: Einige der vielen Möglichkeiten wurden verwertet. Jan Trübenekr sorgte im ersten Abschnitt für die 1:0-Führung der Gäste (9. Minute), die Daniel Hora (in Überzahl, 34.) sowie Eigengewächs Michael Stach (35.) binnen 81 Sekunden im Mitteldrittel auf 3:0 ausbauten - sehr zum Jubel der mehr als 40 Haßfurter Schlachtenbummler. Im ersten Spiel nach der Freistellung von David Franek - Trainer Volker Hartmann musste zudem auf Timo Zürcher, Pascal Marx, Maurice Köder, Lucas-Andreas Thebus und Adrian Persch verzichten - gelang den Hausherren erst Mitte des Schlussabschnitts der 1:3-Anschlusstreffer durch Kapitän Kevin Schmitt.

Doch der Start einer Aufholjagd in den letzten zehn Minuten war dies nicht. Die "Hawks" ließen sie einfach nicht zu. Und Michal Babkovic beendete mit dem 1:4 (59.) letztlich alle Amberger Hoffnungen, sich noch in die Verlängerung zu retten. Dass Sebastian Aukofer 30 Sekunden vor der Schlusssirene auf 2:4 verkürzte, war lediglich Ergebniskosmetik. Und dass Topscorer Felix Köbele sich wieder als ganz "wilder Löwe" entpuppte und ebenso wie im Hinspiel in Haßfurt nach einer Attacke gegen Michal Babkovic bereits in der 15. Minute erneut eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte, war sicher nicht hilfreich für die Mannschaft von Trainer Dan Heilman.

Die Serie soll ausgebaut werden

"Wir haben einfach besseres Eishockey gespielt als Amberg, besser die Scheibe laufen lassen und standen defensiv sehr gut. So wie ich mir das vorgestellt habe", fasste sein Haßfurter Kollege Volker Hartmann zusammen und sprach von "ganz wichtigen Punkten. Jetzt bleiben wir weiter im Geschäft und wollen natürlich in Dingolfing und gegen Buchloe unsere bislang kleine Serie von zuletzt drei Siegen und acht Punkten weiter ausbauen." ESC Haßfurt: Jung, Hildenbrand - Hora, Stahl, Cypas, Faust, Breyer - Hornak, Stach, Kohl, Trübenekr, Lang, Masel, Babkovic, Dietrich, Kratschmer / Schiedsrichter: Grech, Zweigel, Beigel / Zuschauer: 535 (davon rund 40 aus Haßfurt) / Tore: 0:1 (9.) Trübenekr (Hora), 0:2 (34.) Hora (Hornak, Trübenekr) 4-5, 0:3 (35.) Stach (Breyer), 1:3 (50.) Schmitt, 1:4 (59.) Babkovic (Hornak), 2:4 (60.) Aukofer (Huber, Söllner) / Strafzeiten: Amberg 15 plus Spieldauerdisziplinarstrafe für Köbele / Haßfurt 12