Handball als Kontaktsport ist in den heutigen Zeiten nicht möglich. Da den Spielern jedoch nicht nur der Ball in der Hand, sondern auch die Aktionen als Team und Abteilung immer mehr fehlen, wurde überlegt, wie man trotz aller Einschränkungen etwas zusammen auf die Beine stellen kann. So entstand die Idee des Spendenlaufs: Die Eberner Handballer und all diejenigen, die sich als Eberner Handballer fühlen, nutzten die dritte Maiwoche, um für den guten Zweck möglichst viele Kilometer entweder durch Joggen oder durch Wandern zurückzulegen.

Sponsoren gefunden

Bevor sich die Läufer auf die Strecke machten, suchten sie sich Sponsoren, die pro Kilometer einen selbst gewählten Beitrag spendeten. Die Sportler stoppten dann die bewältigten Kilometer und die Zeit selbstständig für sich, was heutzutage mit den verschiedensten Uhren und Smartphone-Apps ohne Probleme möglich ist. Für die Statistiken und das Einsammeln der Spenden waren Susanne Giebfried und Jutta Geuß verantwortlich. Zur Belohnung bekam jeder Teilnehmer als Anerkennung eine schöne Urkunde, wodurch er auch seine erreichte Kilometeranzahl schwarz auf weiß hat.

Der Spendenlauf wurde zu einem vollen Erfolg und übertraf alle Erwartungen: 37 Teilnehmer konnten in 56:06:36 Stunden eine Strecke von 406,74 Kilometern zurücklegen und so stolze 1231,45 Euro sammeln. Die Handballabteilung bedankt sich herzlich bei allen Joggern, Wanderern und Sponsoren.

Das Geld kommt in Form von Kindersofthandbällen den Kindergärten in Ebern und Jesserndorf zugute. Außerdem wird dem SPZ Ebern ein Naschkorb mit Waren aus dem Weltladen Ebern übergeben, um den Bewohnern zu zeigen, dass sie nicht vergessen werden.

Dass so viel an Spenden zusammenkam, hatten die Initiatoren wirklich nicht erwartet. Es blieb sogar noch etwas für die Handballabteilung selbst übrig. Vor allem in der Bundeswehrhalle wird nämlich mit relativ spärlicher Ausstattung trainiert, so dass die Handballer sehr glücklich darüber sind, hier etwas aufstocken zu können. So hoffen sie bald - etwas besser ausgerüstet - wieder in die Vorbereitung für die neue Saison starten können.

Die Eberner Handballer versuchen verstärkt, wieder eine Jugendarbeit aufzubauen. Corona erschwert jedoch vor allem den Kontakt zu den Jüngsten, die noch nicht digital vernetzt sind.

Kinder sind willkommen

Durch die Spende soll deutlich gemacht werden, dass bei den Handballern auch in Zukunft Kinder aller Altersklassen willkommen sind und dass sich die Handballer freuen würden, wenn ihre Nachwuchsarbeit nach der Pandemie noch weitere Früchte trägt. Außerdem soll durch den Spendenlauf gezeigt werden, dass es auch in diesen Zeiten möglich ist, sich gemeinsam für etwas einzusetzen und den Teamgeist zu fördern.red