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Burgpreppach
Ortsbegehungen

Probleme an Gemeinfelds Leichenhaus

Ein Baum droht auf das Leichenhaus von Gemeinfeld zu stürzen. Insgesamt wurden im Ort 18 Punkte angesprochen. In Birkach ist dagegen alles okay.
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Ein "kritischer Baum" und Äste (rechts) "bedrohen" das Leichenhaus auf dem Friedhof in Gemeinfeld. Hier sollte Abhilfe geschaffen werden. Bürgermeister Hermann Niediek (Dritter von rechts) nahm das zur Kenntnis.Helmut Will
Ein "kritischer Baum" und Äste (rechts) "bedrohen" das Leichenhaus auf dem Friedhof in Gemeinfeld. Hier sollte Abhilfe geschaffen werden. Bürgermeister Hermann Niediek (Dritter von rechts) nahm das zur Kenntnis.Helmut Will
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Ortsbegehungen fanden am Donnerstagabend in den Gemeindeteilen Birkach und Gemeinfeld statt. Neben Bürgermeister Hermann Niediek (CSU) waren die Gemeinderäte Berthold Reuß (Gemeinfeld) Manfred Fuchs (Fitzendorf), Ortssprecher Ralf Gleichmann (Hohnhausen) und Dritter Bürgermeister Reinhold Klein (GLB) mit von der Partie. Letzterer führte durch den Ort Gemeinfeld und hatte zahlreiche Themen auf dem Programm.
Schnell war die Sache in Birkach erledigt, wo Bürgermeister Niediek die Teilnehmer willkommen hieß. "In Birkach gibt es nicht viel zu sagen", meinte der Bürgermeister. Er führte aus, dass ein Verkehrsspiegel im Ort angebracht, die Flutbrücke ausgebessert wurde und neue Ortslampen installiert wurden. In der Nähe des Friedhofes könne es zwei Bauplätze geben, und man überlege, wo man eventuell eine Blumenwiese anlegen kann.


"Orientierungsmarsch"

"In dem Ort mit etwa 35 Einwohnern geht es eher gemächlich zu", stellte Niediek fest. "Aber der Ort ist im Bereich von Burgpreppach das ,Zentrum der Gastronomie', mit einer Wirtschaft und einem Kaffee." Damit spielte der Bürgermeister darauf an, dass es in sonstigen Ortsteilen keine Gaswirtschaften mehr gibt.
Ein Bürger sprach die Gemeindescheune im Dorf an und meinte, dass diese etwas "aufgefrischt" werden sollte. Dass Erhaltungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen nötig sind, wurde anerkannt. Der Bürgermeister: "Wenn wir da was machen, müssen die Bürger mit ran."
In Gemeinfeld übergab Niediek das "Kommando" an den Oberstabsfeldwebel a.D., Dritten Bürgermeister Klein. Generalstabsmäßig geplant hatte dieser den Rundgang im Dorf und gab entsprechende Karten für den "Orientierungsmarsch" an die Teilnehmer aus. "18 Besprechungspunkte haben wir in Gemeinfeld. Aber keine Angst: Es ist nur eine kleine Runde", sagte Klein, der dann mit forscher Gangart voranschritt. Die Runde umfasste den Außenbereich der gesamten Ortschaft.
Vor drei Jahren sei die letzte Begehung gewesen. "Die damals angesprochenen Punkte wurden zu 80 Prozent zur Zufriedenheit erledigt", sagte Klein. Am Feuerwehrgerätehaus sei eine Grünfläche geschaffen worden und es sei angedacht, dort Toiletten einzubauen. Aber erst müsse die alte Viehwaage noch raus.
An der Brücke über die Baunach, gegenüber dem Friedhof, zeigte Klein, dass das Geländer sehr wackelig sei und seinen Zweck nicht mehr erfülle. Außerdem sollte der Graben verrohrt und die dortige steile Böschung gesichert werden. Hier will der Bürgermeister nach seinen Worten das Wasserwirtschaftsamt einbeziehen.


"Grabsteine ordentlich aufsetzen"

Am Friedhof sollten nicht mehr benötigte Grabsteine, die herumliegen, ordentlich aufgesetzt werden. Auch sollten Bäume, vor allem im Bereich des Leichenhauses, zurückgeschnitten und ein Baum, der nicht mehr den sichersten Eindruck mache, entfernt werden. "Es besteht die Gefahr dass er auf das Leichenhaus stürzt, und auch Äste bilden eine Gefahr für das Dach", sagte Reinhold Klein. Probleme zeigte er auch am Leichenhaus selbst auf, mit der dortigen Dachrinne und dem Wasserabfluss, der nicht funktioniere. Urnengräber werde es nicht in der Form geben, dass eine Fläche dafür ausgewiesen wird, aber es seien schon jetzt Urnenbestattungen möglich, teilte Bürgermeister Niediek mit.
Auch ein neues Baugebiet mit acht Bauplätzen könne entstehen, erläuterte Reinhold Klein. "Dafür müssen wir noch die Infrastruktur schaffen", ergänzte der Bürgermeister. Auch muss daran gedacht werden, die Zufahrt zu dem neuen Baugebiet von der Ortsstraße her neu zu bauen oder entsprechend zu ertüchtigen.
Als Gefahr sahen Bürgermeister Niediek und Reinhold Klein die "Rangenmühle" im Bereich des Wasserpumphauses. Diese, sagte Niediek, sei im Besitz einer Erbengemeinschaft mit mehreren Beteiligten. "Da ist alles baufällig, und wir wissen, wie interessant solche leerstehenden Gebäude für Kinder sind", sagte Klein. Die Gemeinde werde darauf hinwirken, dass die Erben das Gebäude sichern.


Dorfbachufer wird unterspült

Nördlich des Friedhofes verläuft der Dorfbach. "Wir Gemeinfelder sagen dazu auch ,Durstbach', erklärte Gemeinderat Reuß. Das komme wohl daher, dass früher aus diesem Gewässer Wasser entnommen wurde. Wie Reinhold Klein erläuterte, werde das Ufer des Rinnsals unterspült und es bestehe die Gefahr, dass der Weg oberhalb, dort wo jetzt ein Holzstoß sitzt, einmal einbricht. Bürgermeister Niediek will, wenn das Holz weg ist, dort "mal mit dem Bagger ran", um das Ufer zu befestigen.
Am Ortsausgang von Gemeinfeld, Richtung Gresselgrund, befinden sich mehrere Keller, die nicht mehr im besten Zustand sind. Die Eigentümer sollten befragt werden, ob die Keller noch genutzt werden, ansonsten sollten die "baufälligen" Felsenkeller gesichert werden.
Innerhalb von Gemeinfeld sind an etlichen Stellen die Bordsteine abgebrochen und Absenkungen vorhanden. Das sollte ausgebessert werden, weil für Fußgänger die Gefahr bestehe, an den Kanten umzuknicken. "Aufgefrischt" werden sollte das Buswartehäuschen am Weg in Richtung Gresselgrund, sagte Reinhold Klein. Ein Anbau an der alten Schule nach hinten sollte überdacht werden, um die Substanz des Anbaus (Terrasse) zu schützen und zu erhalten.
Schließlich wurde noch festgestellt, dass die "Römmelsdorfer Straße" in einem erbärmlichen Zustand sei. Da diese als Lückenschluss zwischen Radwegen zu sehen ist, sollte sie ausgebessert werden.
Bürgermeister Niediek erklärte am Ende: "Wir habe heute wieder einiges erfahren, worauf wir künftig ein Augenmerk legen müssen, um das alles nach einer Prioritätenliste abzuarbeiten. Wir bleiben dran."