Ein Passant, der schaulustig die Bremse reingehauen hatte um auszusteigen, brachte es auf den Punkt: "Der muss doch eingeschlafen sein!" Die Beamten der Polizeiinspektion Ebern formulierten es vorsichtiger. Sie sprachen von "Unachtsamkeit."

Jedenfalls hat ein 72-Jähriger, der am Sonntagmorgen mit seinem Opel-Meriva auf der B 279 bei Eben verunglückte, eine Menge Glück gehabt. Sein Auto prallte nämlich hintereinander gegen zwei Bäume und doch kam der Münchener mit relativ leichten Verletzungen davon. Sein Auto allerdings ist reif für die Schrottpresse.

Der Mann befand sich auf der Fahrt von München in den Landkreis Rhön-Grabfeld, als gegen 8 Uhr das Unglück passierte. Rentweinsdorf, eine scharfe Rechtskurve und das unfallträchtige Heubacher Kreuz hatte er noch problemlos passiert.
Ab da geht es bis kurz vor Pfarrweisach fast nur noch geradeaus, aber eben nur fast.

Die Böschung hinab

Noch vor der Abfahrt zum Gewerbegebiet Sandhof geriet der Mann, der den Angaben zufolge in sein Jagdhaus nach Breitensee fahren wollte, in einer leichten Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab. Er sei unaufmerksam gewesen, gab er den Beamten später zu Protokoll; eine Fremdbeteiligung hat es jedenfalls nicht gegeben.

Der Wagen überfuhr die linke Fahrbahn und eine etwa drei Meter hohe Böschung hinab, wo er einen Baum streifte. Von dort wurde er gegen einen zweiten Baum geschleudert, ehe er im Dickicht stecken blieb. Der Heckbereich wurde völlig demoliert.

Sicherheitsgurt hat Schlimmeres verhindert

Der Mann, der allein im Fahrzeug gesessen hatte, wurde vom Roten Kreuz in die Haßbergklinik Ebern gebracht. Sein Sicherheitsgurt hatte ihn vor schlimmeren Blessuren bewahrt.

"Der hat wirklich einen Schutzengel gehabt", meinte ein Polizeibeamter vor Ort, "hätte er einen der Bäume nur etwas frontaler getroffen, dann hätte es übel ausgesehen". Dazu kam das Glück, dass es auf der sonst dicht befahrenen Bundesstraße zur Unfallzeit kaum Verkehr herrschte. Am Fahrzeug entstand Totalschaden in Höhe von etwa 15 000 Euro.