Für jüngere Generationen kaum vorstellbar, diente noch bis Mitte des vorigen Jahrhunderts am Dorfplatz eine jetzt als Sakristeibehelfsraum eingerichtete kleine Halle neben dem Anwesen Meisner für die Unterstellung der Hilfsmittel zum Feuerlöschen und für die mit Hand zu bedienende Feuerwehrspritze.

Vorübergehend dann auch im Schulhaus untergebracht, machten dann 1974 die erhaltenen moderneren Geräte mit einem Motorfahrzeug zwecks Unterbringung den Umbau einer Scheune neben der Raiffeisenkasse zur bisherigen Feuerwehrhalle erforderlich. Dessen kritische Bausubstanz leitete dann doch sehr schnell die Diskussion um eine gründliche Sanierung oder einen Neubau ein.

Gottesdienst zum Auftakt

Der Festtag wurde mit einem von Pfarrer Jürgen Schwarz in der neu errichteten Halle zelebrierten Gottesdienst unter Anteilnahme der Bevölkerung und zahlreicher Gäste aus nah und fern eingeleitet.

Seit vielen Jahren durfte wieder einmal der 84-jährige Ehrendirigent Ludwig Müller "seine" den Gottesdienst begleitende Blaskapelle dirigieren. Nach der Segnung der Halle und des neuen Mannschaftstransportfahrzeugs stellte Bürgermeister Stefan Paulus imit Genugtuung fest, dass mit dieser Fertigstellung die Errichtung neuer Feuerwehrgerätehäuser in der Gemeinde Knetzgau ihr Ende gefunden hätten, seien doch alle Feuerwehren der Gemeinde nunmehr mit modernen und gut ausgestatteten Hallen versehen. Erfreulicherweise habe beim Bau der Kostenrahmen von 400 000 Euro eingehalten werden können. Aus Landesmitteln des Freistaates sei ein Zuschuss in Höhe von 90 000 Euro gewährt worden.

Vorsitzender und Kommandant Stefan Stühler unterstrich die von Bürgermeister Paulus aufgezeigte Notwendigkeit eines Neubaues und die Bedeutung einer einsatzkräftigen Wehr.

Stellvertretender Landrat Michael Ziegler (CSU) zeigte sich erfreut, dass nunmehr der "Dauerbrenner Feuerwehrhaus" in Hainert vom Tisch sei. Es mache die Gemeinde reicher, wenn sie den Schutz ihrer Bürger und ihres Eigentums verbessere.

Kreisbrandrat Ralf Dressel zeigte sich erfreut, dass beim Bau die neue Technik mit einbezogen worden sei und forderte alle zu einer gelebten Zusammenarbeit auf. Bürgermeister Stefan Paulus zeichnete verdiente Feuerwehrleute vor.

Im Rahmen des Gemeindefeuerwehrtages fand am Nachmittag im Unterdorf Hainerts unter Beteiligung der Wehren aller Ortsteile eine wohlgelungene Abschnittsübung statt.

Die Geehrten

Für 25 Jahre: Alexander Böhner, Peter Müller, Michael Böhner, Klaus Seelmann, Detlef Ruck, Günther Schwemmlein, Thomas Schwemmlein, Elmar Weber, Kilian Weber, Stefan Weinig, alle Hainert; Robert Finster, Roland Melchior, Michael Dörner, alle Wohnau.

Für 40 Jahre : Dieter Maul, Karl Ratz, Hainert, Bernhard Markfelder, Wohnau sowie Günter Hemmerich und Richard Mühlfelder, beide Zell.

von unserem Mitarbeiter Leo Maag