Bei frühlingshaften Temperaturen, strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel erlebten Tausende von Zuschauern einen fröhlichen und farbenprächtigen Faschingszug in Tretzendorf und Trossenfurt. 40 Fußgruppen und Motivwagen machten sich auf die Strecke durch die beiden Orte. Wie die "Welle Mainfranken" (Radio des Bayerischen Rundfunks) am Samstag meldete, ist der Oberauracher Zug mit seinen 800 Metern Wegstrecke der längste Zug in Unterfranken.

So konnten sich auch die vielen Gäste gut verteilen und hatten gute Sicht auf die fantasievollen Verkleidungen und frechen Sprüche. Dabei ging es manchmal einfach märchenhaft zu, aber auch die Grippewelle im Kindergarten, der Ärztemangel auf dem Land, das Thema Marihuana-Legalisierung, der Brexit und örtliche Themen wie die neue Sportart "FKK-Fußball" beim RSV Unterschleichach wurden aufgegriffen. Auch die Zuschauer kamen bunt kostümiert und nahmen größtenteils auch die neuen Sicherheitsvorschriften gelassen.


Lange Tradition

Der "Gaudiwurm" durch die beiden Oberauracher Gemeindeteile Trossenfurt und Tretzendorf hat eine lange Tradition. Er gehört neben Zeil, Sand und Ebern (alle jeweils am Faschingssonntag) und Eltmann (folgt am Faschingsdienstag) zu den großen Zügen im Kreis.