Das Flurbereinigungsdenkmal hinter der Wallfahrtskirche in Limbach wurde erneut von einem unbekannten Täter beschädigt. Die Tat geschah in der Zeit von Sonntag, 15 Uhr, bis Mittwoch, 15 Uhr, wie die Haßfurter Polizei am Donnerstag mitteilte.

Der unbekannte Täter schlug auch diesmal die Ecken und Kanten des Sandsteindenkmals ab. Ebenso wurde die Weltkugel, die auf dem Denkmal steht, mit Gewalteinwirkung verrutscht. Bereits vor einem Jahr wurden Zerstörungen an dem Denkmal vorgenommen. Diesmal war der angerichtete Schaden in Höhe von rund 5000 Euro laut Polizeiangaben noch massiver.

Die Polizei sucht den Täter und bittet um Mithilfe. Wer hat Personen, die sich am Denkmal zu schaffen machten, oder in der Nähe des Flurbereinigungsdenkmals gesehen? Hinweise erbittet die Polizeiinspektion Haßfurt unter Telefon 09521/9270.

Der Vandalismus war auch Thema im Eltmanner Stadtrat. Von einer "großen Sauerei" sprach Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler (CSU), als er am Mittwochabend den Stadtrat über den erneuten Vorfall in Limbach informierte. Er sagte, dass es bereits der dritte Anschlag auf das Limbacher Flurbereinigungsdenkmal war. Diesmal seien die Schäden so groß, dass er nur schwerlich Hoffnung auf Reparatur habe. Das Denkmal wurde nach seiner Darstellung rundum wohl mit einem Hammer beschädigt, und zudem wurde versucht, die Kugel vom Sockel zu drücken.

"Das ist auch ein Angriff auf die Limbacher, die sich hier zum Abschluss ihrer Flurbereinigung ein Denkmal gesetzt haben", betonte der Bürgermeister. Im Stadtrat lösten die Bilder von den Schäden Kopfschütteln und Unverständnis aus. Welchen Antrieb der Täter hat (vielleicht waren es auch mehrere), bleibt vorerst im Dunkeln. Die Spekulationen reichen von Unmut über die Flurbereinigung bis zu bloßer Zerstörungswut. Er habe auch diesmal 500 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung des Falles führen, informierte Michael Ziegler. cl/sw